Fehmarn-Festival-Group wählt neue Kassenprüfer / Abschlusskonzert mit Bluesgitarrist Cliff Stevens

Letzter Streich in diesem Jahr

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Volle Hütte in der Bahnhofstraße: Cliff Stevens enttäuschte das Publikum nicht – ganz im Gegenteil.

FEHMARN -wa- Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So hielt es auch die Fehmarn-Festival-Group (FFG) am Sonnabend im Café „liebevoll“. Gegen 18.30 Uhr trafen sich die Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Zwei neue Kassenprüfer mussten gewählt werden. Einer hat den Verein verlassen, der andere, Dirk Struve, ist im vergangenen Frühjahr in den Vorstand gewählt worden. Im Anschluss gab der Kanadier Cliff Stevens ein hochkarätiges Konzert in der Manier von Eric Clapton, B.B. King und Ray Charles, zu dem die FFG kostenlos eingeladen hatte.

Vor dem Konzert eröffnete der 2. Vorsitzende der Fehmarn-Festival-Group, Dirk Struve, die außerordentliche Mitgliederversammlung mit einer Gedenkminute für das verstorbene Mitglied Norbert Faber. Der 1. Vorsitzende Werner Feldmann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Die Wahl der neuen Kassenprüfer, Karl Günter Rammoser aus Hamburg und Frank Gintarra aus Neukirchen, erfolgte einstimmig. Des Weiteren stellte Dirk Struve den Antrag auf Löschung der Homepage zur Abstimmung. Seine Begründung: „Die Homepage kostet uns viel Geld und müsste eigentlich komplett überarbeitet werden.“ Man sei ja auf Facebook mit einer Seite vertreten, die gut genutzt werde, und zudem sei nicht ausgeschlossen, dass man zu gegebener Zeit eine neue Homepage erstelle. Dem Antrag wurde stattgegeben. Anschließend wurde noch kurz über mögliche zukünftige Aktivitäten des Vereins gesprochen, die bei der nächsten Jahreshauptversammlung im März 2019 auf die Tagesordnung kommen. Ein großer Dank ging von Struve an Kassenwart Dirk Piel und Pit Thomsen, die immer für eine hervorragende Technik sorgten. So auch beim anschließenden Konzert.

Randvolles „liebevoll“ und tosender Applaus

Nachdem sich das Café „liebevoll“ langsam füllte, kam gegen halb neun der Star des Abends auf die Bühne. Der kanadische Gitarrist und Sänger Cliff Stevens spielte zum Auftakt den Bluesstandard „Key to the Highway“, der zum ersten Mal 1940 vom US-amerikanischen Bluespianisten Charlie Segar aufgenommen wurde. Dann durften natürlich auch Claptons „Layla“ und „Nobody Knows you“ nicht fehlen. Dem Vollblutmusiker fiel es nicht schwer, das mittlerweile randvolle Café „liebevoll“ in seinen Bann zu ziehen. Ausdrucksstark im Gesang und beim Gitarrenspiel setzte er zudem seine Verstärkertechnik gekonnt ein, sodass es musikalisch nicht weiter auffiel, dass er ohne Band am Start war.

Die Ähnlichkeit mit Eric Clapton ließ beinahe das Gefühl aufkommen, er säße persönlich auf der Bühne. Aber das Repertoire von Stevens umfasste natürlich noch viele weitere Blues- und Soulsongs von anderen Interpreten wie B.B. King und Ray Charles. So fehlte auch ein gefühlvoll dargebotenes „Georgia“ von letzterem nicht.

Selbstverständlich ist Cliff Stevens nicht nur mit den Songs anderer unterwegs, sondern macht auch seine eigenen Alben. „Für Euch spiele ich jetzt einen Song, der erst ein paar Wochen alt ist“, lud er das zum großen Teil recht junge Publikum ein, seinem Lied „World of Worry“ zu lauschen. Auch ein bisschen Folk war mit Paul Simons „Homeward Bound“ dabei und ebenfalls fehlte der Rock nicht. So bildete beispielsweise ein perfekt rübergebrachtes Rock-Instrumentalstück den Abschluss vor der Pause.

Man merkte Cliff Stevens an, dass er für die Musik lebt, und das honorierte das Publikum mit tosendem Applaus. Da hat die Fehmarn-Festival-Group wieder einmal ein musikalisches Highlight nach Fehmarn geholt, das die Gäste den tristen Novembertag vergessen ließ

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