19-jährige Extremschwimmerin setzt Bestmarke beim Marathonschwimmen Beltquerung

Lotta Steinmann schafft Weltrekord

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Lotta Steinmann hat den neuen Weltrekord geschafft. 41 Minuten schneller als der bisherige Anführer der Bestenliste, Bruno Baumgartner. Er benötigte 2012 für die Solo-Distanz 4:53 Stunden, Lotta 4:12.

Fehmarn – Von Nicole Rochell Sie schaffte den neuen Weltrekord beim Marathonschwimmen Belt- querung: Die 19-jährige Extremschwimmerin Lotta Steinmann absolvierte am Sonnabend die Solo-Belt- querung zwischen dem dänischen Rødby und Puttgarden auf Fehmarn in sensationellen 4:12 Stunden. Damit ist sie nicht nur die schnellste Frau der Welt, sondern Schnellste unter allen Schwimmern, die die Solo-Beltquerung bereits gemeistert haben.

Ein toller Erfolg, freut sich auch Veranstalter Jens Glaeßer. „Ich beuge mein Haupt vor dieser Leistung“, so Glaeßer, gestern noch immer beschwingt und euphorisiert ob des unglaublichen Erfolges der jungen Schwimmerin. Angesichts dieser enormen Leistung fragt sich der Veranstalter der seit 1998 ausgetragenen internationalen Sportveranstaltung, wer diesen Rekord und so eine Geschwindigkeit wohl jetzt noch einmal unterbieten kann.

Lotta Steinmann, die dem Kader des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) angehört, hat die schon sehr gute Zeit des Schweizers Bruno Baumgartner (4:53) aus August 2012 noch einmal getoppt und legte die zu bewältigende Distanz 41 Minuten schneller zurück als der bisherige Anführer der Bestenliste.

„Sehr oft werden die Schwimmer noch an der Strömung, die vor der Küste entgegen der Fahrrinnen-Strömung verläuft, ausgebremst“, weiß Jens Glaeßer aus jahrelanger Erfahrung. Doch nicht Lotta. Die habe von Anfang an ein hohes Tempo vorgelegt und durchgezogen. Fraglich sei jetzt nur, wie es mit der Beltquerung weitergehe. „Wenn der Bau des Belttunnels startet, wird das Marathonschwimmen stark beeinträchtigt. Zum einen wird Schlamm durch das Wasser durch die Grabungen am Meeresgrund schwimmen, der Schiffsverkehr unberechenbarer und auf dänischer Seite wird der Strand in Rødby einer Mole weichen müssen“, so Glaeßer, beunruhigt, dass die Bauarbeiten das weltweit berühmte Marathonschwimmen vielleicht auf Jahre unmöglich werden lassen.

„Das war eine bewundernswerte Leistung“, betonte Julia Beckmann, Leiterin der HanseBelt-Geschäftsstelle. Der HanseBelt-Verein, der den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung befürwortet, hatte die 19-Jährige finanziell unterstützt, ein HanseBelt-Team hatte die Spitzensportlerin mit einem Boot begleitet. Der HanseBelt-Verein habe die Aktion gern unterstützt, um für die Region und das Zusammenwachsen zweier Länder zu einer Zukunftsregion zu werben, geht aus entsprechender Pressemitteilung hervor. „Lotta hat die Aufmerksamkeit der Sportwelt auf sich und damit den Fehmarnbelt gelenkt“, heißt es. „Und das wird nicht das letzte Mal bleiben, denn hier wird bald das größte Bauvorhaben in Nordeuropa beginnen. Dänen und Deutsche errichten gemeinsam den Fehmarnbelt-Tunnel, ein Jahrhundertbauwerk, das beide Länder noch enger verbinden wird. Die zusammenwachsende Region zwischen Hamburg und Kopenhagen wird in eine hohe internationale Liga aufsteigen. Lotta Steinmann hat es vorgemacht: Es gibt keine Hindernisse, die wir nicht überwinden können“, so Julia Beckmann.

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