Enkeltrickbetrüger treiben ihr Unwesen / Falsche Angehörige oder falsche Polizisten

Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen

Die Polizei warnt vor Betrügern am Telefon.
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Die Polizei warnt vor Betrügern am Telefon.

Lübeck –mb– Seit rund drei Wochen haben sich erneut zahlreiche Personen bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass sie Anrufe von vermeintlichen Angehörigen oder auch von angeblichen Polizisten erhalten haben. Die Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck warnt daher aus gegebenem Anlass erneut  vor dieser Masche.

Die Anrufe erfolgtenstets nach der gleichen Vorgehensweise: Am Telefon gibt sich entweder wahlweise der Enkel, die Nichte oder ein anderer Angehöriger zu erkennen und schildert eine finanzielle Notsituation, oder es ruft jemand an, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgibt.

Gespräch beenden und 110 anrufen

Unter Darstellung eines fiktiven Sachverhaltes, beispielsweise eine Bande ausländischer Übeltäter sei in der jeweiligen Region unterwegs, um den/die Geschädigte zu bestehlen, versucht der Anrufer Hinweise auf Wertgegenstände, Schmuck oder Bargeld zu erlangen. "Glücklicherweise waren die Angerufenen zumeist misstrauisch und konfrontierten den Anrufer mit den offensichtlich kriminellen Absichten, beendeten das Gespräch und informierten über 110 die Polizei", erklärt Polizeipressesprecher Dierk Dürbrook."Dennoch zeigen die Fälle aus der jüngsten Zeit, dass weiterhin versucht wird, mit diesen Anrufen an Geld zu gelangen", so Dürbrook und bittet um Wachsamkeit.

Oftmals sind ältere Menschen das Ziel der Betrüger

Zumeist handelt es sich bei den betroffenen Personen um ältere Menschen, deren Festnetznummern im örtlichen Telefonbuch hinterlegt sind, und die in einer augenscheinlich gut situierten Wohngegend leben.

Die Polizei kann hinsichtlich derartiger Anrufe beraten. "Sprechen sie am Telefon nie über ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Lassen sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben sie Betrügern keine Chance, legen sie einfach den Hörer auf. Nur so werden sie diese Anrufer los", mahnt Dürbrook. Das sei keinesfalls unhöflich.

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