Kampagne fast abgeschlossen / Rund 10000 Tonnen für Vadersdorf

Maisernte eng getaktet

Fehmarns Landwirte können in diesem Jahr eine gute Maisernte einfahren. Die Pflanzen, wie hier bei Ostermarkelsdorf, sind kräftig im Wuchs.
+
Fehmarns Landwirte können in diesem Jahr eine gute Maisernte einfahren. Die Pflanzen, wie hier bei Ostermarkelsdorf, sind kräftig im Wuchs.

Fehmarn – hö – Die Maisernte auf Fehmarn neigt sich ihrem Ende entgegen. Läuft alles so, wie es sich Jonas Höpner, Geschäftsführer der Vadersdorf Bioenergie GmbH & Co. KG, vorstellt, dann dürfte am Sonntag der letzte Mais geerntet und das 10000 Tonnen fassende Lager an der Biogasanlage in Vadersdorf gefüllt sein. Höpner spricht von einer guten Ernte und einem besseren Ertrag als in den letzten beiden trockenen Jahren.

Er schätzt, dass in diesem Jahr auf Fehmarn auf einer Fläche von knapp 600 Hektar (ha) Mais angebaut wurde, der zu einem Großteil in die drei Biogasanlagen der Insel geht. 175 ha entfallen auf die 560 kW-Anlage in Vadersdorf. Weitere Biogasanlagen, für die die Kampagne bereits abgeschlossen ist, gibt es in Avendorf sowie Klausdorf.

Alle drei Anlagen-Betreiber bedienen sich dabei eines Lohnunternehmens aus dem Kreis Stormarn, das den Maishäcksler und je nach Bedarf weitere landwirtschaftliche Fahrzeuge für den Abtransport und das Silieren bereitstellt. Zusätzlich unterstützen örtliche Landwirtschaftsbetriebe bei der zeitlich eng getakteten Maisernte.

Denn diese falle genau in die Zeit der Bestellung der Felder, so Höpner, „aber die Maisernte hat dann Vorrang“. Um einen Ausgleich zu schaffen, wechsle die Reihenfolge jährlich. In diesem Jahr ist Vadersdorf zuletzt an der Reihe. Avendorf hatte die Maisernte am vergangenen Wochenende abgeschlossen.

Beschwerden über die Belastung des Straßenverkehrs mit den großen landwirtschaftlichen Schleppern gibt es kaum. Carsten Marquardt, Geschäftsführer der Bioenergie Süderort GmbH & Co. KG, sowie Jonas Höpner haben festgestellt, dass in der Bevölkerung die Akzeptanz immer weiter gestiegen sei. Anfangs habe es schon Probleme gegeben, räumt Jonas Höpner ein, mittlerweile sei das Erntekonzept aber immer weiter verfeinert worden. Beispielsweise würden die Straßen, sollten sie verdreckt sein, umgehend gesäubert – der „Besenwagen“ fährt also immer mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.