Kirchner-Verein: 1. und 2. Vorsitzende wiedergewählt / Begegnungsstätte gefordert

Mehr Geld für die Kultur

+
Der Vorstand des Ernst-Ludwig-Kirchner-Vereins: 1. Vorsitzende Antje Borgwardt, 2. Vorsitzende Dr. Imke Ehlers, Schriftführerin Birgit Kähler und Kassenwartin Martina Bissel (v.l.).

Fehmarn – ga –Außerordentlicher Vertrauensbeweis für die 1. Vorsitzende Antje Borgwardt und die 2. Vorsitzende Dr. Imke Ehlers auf der Mitgliederversammlung des Ernst-Ludwig-Kirchner-Vereins: Einstimmig wurden beide von 34 Vereinsmitgliedern in geheimer Wahl wiedergewählt. 150 Mitglieder hat der Verein momentan. Beide bedankten sich für das tolle Ergebnis, äußerten aber auch den Wunsch, in ihrer Arbeit mehr Unterstützung durch die Mitglieder zu erhalten.

Unter den Gästen konnte der Verein den 1. Stadtrat Heinz Jürgen Fendt (SPD) sowie mehrere Stadtvertreter und Mitarbeiter des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) samt Tourismusdirektor Oliver Behncke begrüßen. An die Adresse der Stadt und des TSF gerichtet, warnte Borgwardt, dass Fehmarn aus kultureller Sicht in Konkurrenz zu anderen Ostseeorten den Anschluss verlieren werde, wenn zukünftig nicht zielgerichtet in Sachen Kultur investiert wird. Sie verwies auf ein vor Jahren erstelltes Gutachten, das zeige, dass Nachholbedarf dringend erforderlich sei.

Demnach muss die Kulturszene stärker als bisher zur Geltung gebracht und grundsätzlich über das Thema Kultur eine gehobene Kundschaft angesprochen werden. Ernst Ludwig Kirchner selbst müsse besser „in Szene gesetzt werden“, und es müsse eine Begegnungsstätte für Kunst und Kultur sowie die Möglichkeit ganzjähriger Ausstellungen geschaffen werden, zählte Borgwardt auf.

Oliver Behncke nahm sofort Stellung und informierte darüber, dass noch in diesem Monat eine Zusammenkunft mit vielen kompetenten Teilnehmern geplant sei, bei der es um einen fruchtbaren Gedankenaustausch gehe. Behncke: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Im Rückblick auf 2018 wurden die wichtigsten Events erwähnt, die sich als erfolgreich erwiesen. „Die Veranstaltungen und Ausstellungen waren gut besucht“, so Borgwardt. Die Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Nikolai erwies sich ebenfalls als sehr erfolgreich. Die Zusammenarbeit soll zukünftig noch erweitert und verfestigt werden. Auch in diesem Jahr wird die St.-Nikolai-Kirche als Ausstellungsort eingebunden. Die 1. Vorsitzende erzählte außerdem von der Vereinsreise nach Stuttgart zum Besuch der dortigen Kirchner-Ausstellung und dem Besuch des Geburtshauses von Ernst Ludwig Kirchner in Aschaffenburg.

2019 erwartet den kulturell interessierten Bürger unter anderem eine vom 18. Juni bis zum 31. Juli andauernde Kunstausstellung mit dem Titel „Manifest des Daseins“, ein Dialog zwischen dem polnischen Künstlerehepaar Joanna Skurska und Leszek Skurski. Gezeigt werden Gemälde und Skulpturen. Mit dem frühen Ausstellungstermin wolle man ein zeitliches Zusammenrücken mit den Burger Kunsttagen erreichen, hieß es vonseiten des Vereins.

Fast 4500 Euro an Spenden hat der Verein 2018 erhalten. Darüber berichtete Kassenwartin Martina Bissel. Der Haushaltsplan 2019 wurde einstimmig verabschiedet. Er sieht Ausgaben und Einnahmen von rund 9900 Euro vor. Besondere Förderanträge sind bereits gestellt.

Schriftführerin Birgit Kähler konnte darüber informieren, dass auch in diesem Jahr das Projekt „Kirchner für Kinder“ durchgeführt wird. Zudem wurde ein neuer Aufkleber vorgestellt, der für einen Euro erworben werden kann. Zu sehen ist auf dem Logo der Leuchtturm Staberhuk mit dem Haus, in dem Ernst Ludwig Kirchner bei seinen Aufenthalten auf Fehmarn wohnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.