Tarifvertrag regelt Handhabung für den Tourismusbetrieb / 20 Mitarbeiter betroffen

TSF meldet Kurzarbeit an

+
Stimmten sich ab: Tourismusdirektor Oliver Behncke (v.l.) Fachbereichsleiter Günther Schröder und Bürgermeister Jörg Weber.

Fehmarn – mb – Kurzarbeit ist seit der Corona-Krise in aller Munde. Mittlerweile sind auch Bereiche des öffentlichen Dienstes betroffen. Vor dem Ausbruch der Pandemie habe es dahingehend für Kommunen keinerlei Regeln gegeben, erklärt Günther Schröder, der Fachbereichsleiter der Allgemeinen Verwaltung bei der Stadt Fehmarn ist. Mittlerweile haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in kurzfristig angesetzten Tarifverhandlungen auf einen Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit im Bereich der Kommunen verständigt. Auch die Stadt Fehmarn wird davon Gebrauch machen – beginnend in dieser Woche.

„Davon ausgenommen ist die kommunale Kernverwaltung“, schränkt Bürgermeister Jörg Weber den Geltungsbereich des Tarifvertrages ein. Hier gebe es im Prinzip mehr zu tun als vor der Krise, so der Verwaltungschef gegenüber dem FT. „Es geht explizit um die Eigenbetriebe, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten beziehungsweise plus/minus null arbeiten.“ Ihnen werde damit die Möglichkeit gegeben, auf die jetzige Lage zu reagieren, so Weber.

Der Tarifvertrag besagt, dass das Kurzarbeitergeld, 60 beziehungsweise 67 Prozent des Nettoentgeltausfalls, für Entgeltgruppen 1 bis 10 auf 95 Prozent und ab Entgeltgruppe 11 auf 90 Prozent aufgestockt wird. „Diese Regelung ist für den öffentlichen Dienst verbindlich“, so Schröder.

Während es für die Stadtwerke keinen Handlungsbedarf gebe, so Weber, sei der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) betroffen. „Wir sind ein Saisonbetrieb, und Tourismus gibt es momentan einfach nicht“, führt Fehmarns Tourismusdirektor Oliver Behncke weiter aus. Einzelne Bereiche seien komplett weggebrochen, sodass Handlungsbedarf bestanden habe. Am 17. April habe man den Vertrag erhalten und sei dann schnell tätig geworden. In den Gesprächen – 20 Mitarbeiter sind betroffen – habe die große Mehrheit mit Verständnis reagiert, so Behncke, zumal die tarifliche Regelung dafür sorge, dass die Betroffenen ein wenig „weicher fallen“.

Konkret betroffen sind Mitarbeiter der Abteilungen Tourist-Info, Buchhaltung, Sekretariat und Infrastruktur, Veranstaltungen, Hafenverwaltung und Abrechnung, deren Arbeitszeit teilweise um 50 Prozent reduziert wurde. Auch Mitarbeiter des „FehMare“ seien betroffen, so Behncke, die zuletzt Unterhaltungsarbeiten an der Badewelt in Burgtiefe vollzogen hätten. Nicht betroffen von Kurzarbeit sind derweil die Abteilungen Marketing und der TSF-Bauhof. Letzterer hätte auch in der Krise einen vollen Aufgabenzettel, ließ Behncke wissen.

Nicht für jeden der 20 Mitarbeiter geht es heute sofort los, da vereinzelt auch noch Überstunden abgegolten werden müssen, so der Tourismuschef und lässt nicht unerwähnt, dass man kurzfristig und flexibel reagieren werde, wenn der Tourismus im Land wieder ins Laufen komme.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.