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Mindestlohnerhöhung: 16000 Ostholsteiner profitieren 

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Von: Andreas Höppner

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Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). © Newsdeck SPD-Bundestagsfraktion

Auch in Ostholstein greift ab dem 1. Oktober der Mindestlohn. Rund 16000 Beschäftigte im Kreis profitieren von der Erhöhung.

Fehmarn/Berlin – Ab dem 1. Oktober greift auch im Kreis Ostholstein für viele Beschäftigte die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde. Bislang beträgt dieser 10,45 Euro. Allein im Kreis Ostholstein profitierten von der Neuregelung fast 16000 Beschäftigte, berichtet die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Haushaltsausschussvorsitzende Bettina Hagedorn. 

„Der 1. Oktober 2022 ist für circa 6,6 Millionen Beschäftigte in Deutschland, die sich mit dem Mindestlohn von aktuell 10,45 Euro pro Stunde am unteren Ende der Lohnuntergrenze befinden, ein freudiger Tag. Seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 von damals 8,50 Euro erhalten ab 1. Oktober 2022 viele dieser Beschäftigten vermutlich die größte Lohnerhöhung ihres Lebens, indem sie schlagartig einen Anspruch auf zwölf Euro Stundenlohn haben werden“, so Hagedorn. Nach einer Erhebung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung für die Bundesagentur für Arbeit profitierten in Ostholstein im Bundesvergleich überproportional viele Beschäftigte von der Erhöhung.

Niedrigstes Lohnniveau bundesweit

„Fakt ist nämlich, dass Schleswig-Holstein das westliche Flächenland mit dem niedrigsten Lohnniveau bundesweit ist, weil bei uns die traditionell niedrigen Löhne im Tourismus, im Dienstleistungs- und Gastgewerbe, in der Gastronomie sowie in den Service-Unternehmen der vielen Kliniken und Kureinrichtungen eine riesige Rolle spielen. Gleichzeitig sind in diesen Branchen ganz besonders viele Frauen beschäftigt, sodass zum 1. Oktober auch ganz besonders viele Frauen von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro profitieren werden“, so Hagedorn.

Mindestlohn hat Lohndumping gestoppt

Nicht vergessen werden dürfe, dass bis zum 1. Januar 2015 in Ostholstein sogar über 22000 Beschäftigte für unter 6,50 Euro pro Stunde arbeiteten – davon damals sogar 8500 Beschäftigte in Vollzeit, erinnert die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete. So habe der gesetzliche Mindestlohn seit 2015 das Lohndumping in Deutschland erfolgreich gestoppt. „Viele dieser Frauen werden mit dem 1. Oktober nicht nur mehr Geld auf ihrem Konto haben, sondern gleichzeitig auch etwas für eine bessere Rente tun“, ergänzt die Sozialdemokratin, die es nicht verstehen könne, dass sich die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag bei der Abstimmung über die Erhöhung des Mindestlohns am 3. Juni enthalten habe. 

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