Daniel Günther Ministerpräsident Fehmarnbelttunnel
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Zu Besuch auf der Tunnelbaustelle in Rødby: Der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht (r.) und Ministerpräsident Daniel Günther.

Ministerpräsident macht sich ein Bild

Ministerpräsident Daniel Günther besucht Tunnelbaustelle in Rødby

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Die Fortschritte zum Bau der Fehmarnbeltquerung sind auf dänischer Seite nicht zu übersehen. Ministerpräsident Daniel Günther verschaffte sich einen Eindruck, ebenso eine Delegation von Fehmarn.

  • Ministerpräsident Daniel Günther zu Besuch auf der dänischen Baustelle zur Festen Fehmarnbeltquerung.
  • Fehmarn-Delegation tourt über die Baustelle und ist im Austausch mit Günther.
  • Kommt der Ministerpräsident Anfang 2022 nach Fehmarn?

Rødby – Während auf Fehmarn noch kleinere Brötchen gebacken werden, lässt die Tunnelbaustelle in Rødby bereits erahnen, dass die 89 Tunnelelemente auch wirklich ab 2023 gefertigt werden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) machte sich heute (7. Oktober), gemeinsam mit dem dänischen Verkehrsminister Benny Engelbrecht, ein Bild von den Arbeiten für den Fehmarnbelttunnel in Rødbyhavn. Zur Delegation gehörten auch Wirtschaftsstaatsekretär Thilo Rohlfs (FDP) und Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei.

Ich bin tief beeindruckt von den Bautätigkeiten hier in Dänemark.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU)

Die Tour führte vorbei an der künftigen Tunneleinfahrt, die bereits gut zu erkennen ist, dem fast fertigen Arbeitshafen sowie an der entstehenden Fabrik, in der die Tunnelelemente gefertigt werden. „Ich bin tief beeindruckt von den Bautätigkeiten hier in Dänemark. Das Projekt wird sehr professionell gesteuert und umgesetzt. Insbesondere Umweltaspekte werden immer mitgedacht“, so Günther, der auch die hohen sozialen Standards bei den Bauarbeiten hinwies, die über die Verträge mit den Baufirmen abgesichert seien.

Der Fortschritt auf der Baustelle mit Tunneleinfahrt und Arbeitshafen ist deutlich zu sehen.

Ehlers: Beteiligung durch die Stadtvertertung „ein wenig mau“

Zu Besuch war auch übrigens eine Delegation von Fehmarn aus Verwaltung und Politik, die vom Besuch des Ministerpräsidenten nichts wusste. „Wir waren überrascht“, sagte gestern Nachmittag CDU-Fraktionschef Werner Ehlers. Die Delegation, unter anderem sechs Stadtvertreter (viermal CDU, Kai Schumacher (F3) und Marco Eberle, Grüne) sowie Linda Lafrenz aus dem Bauamt und Wirtschaftsförderin Steffi Breuer, tauschte sich zunächst im alten Infocenter in Rødby rund 15 Minuten mit dem Ministerpräsidenten aus. Dass es nur sechs von 23 Stadtvertretern nach Rødby schafften, bezeichnete Ehlers „ein wenig mau“, zumal die seeseitige Besichtigung und die Erklärungen zur Baustelle sehr informativ gewesen seien.

Günther nach Fehmarn eingeladen

Als es dann mit der Fähre zurück nach Puttgarden ging, traf die Delegation nochmals auf Günther, der auch zurück auf deutschen Boden wollte. Ehlers und die anderen nutzen die Gelegenheit für ein weiteres Gespräch. Ehlers lud den Ministerpräsidenten für Anfang des Jahres nach Fehmarn ein, der sich wiederum von der Einladung sehr angetan zeigte.

Hebt den Meeresboden vor Rødbyhavn aus: der Schaufelbagger „Simson”. Schaufelgröße 34 Quadratmeter.

Angetan war vor Ort auch Wirtschaftsstaatssekretär Rohlfs: „Es ist enorm, was sich in so kurzer Zeit hier auf der Tunnelbaustelle getan hat. Und auch auf deutscher Seite können wir nun richtig loslegen. Das Fehmarnbelt-Projekt wird ein Erfolg werden, davon bin ich überzeugt.“

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