Eine Heimbewohnerin im Rollstuhl vor ihrer Einrichtung mit Mundschutz
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Die 97-jährige Freifrau Hannelore von Bodenhausen wurde gestern als erste Bewohnerin im Cura-Seniorencentrum in Heiligenhafen geimpft.

Nach Großenbrode auch Heiligenhafen

Mobile Impfteams unterwegs

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Die mobilen Impfteams sind in Ostholstein unterwegs. Bisher wurde bereits in Großenbrode und Heiligenhafen geimpft. Fehmarn muss sich noch gedulden.

  • Mobile Impfteams fahren Alten- und Pflegeheime im Norden Ostholsteins an.
  • Routenplanung wird nicht bekanntgegeben.
  • 60 bis 70 Personen können pro Tag von einem Team geimpft werden.

Fehmarn – Parallel zum Corona-Impfzentrum wird in Ostholstein auch dezentral in Alten- und Pflegeheimen geimpft. Wo und wann die mobilen Impfteams aufschlagen, ist nur den jeweiligen Einrichtungen bekannt, wobei es auch zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. „Die Routenplanung, die auch durch aktuelle Ereignisse wie beispielsweise Ausbrüche beeinflusst wird, wird tagesaktuell erstellt. Die genaue Planung geben wir aus Sicherheitsgründen nicht bekannt“, erklärt Nikolaus Schmidt, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH).

Teilweise ruckelt es noch

Die mobilen Teams sind ebenfalls sieben Tage in der Woche im Einsatz, geimpft wird in der Einrichtung. „Die Teams werden in der Einrichtung von mindestens einem Mitarbeiter betreut, der sich seitens des Heims um die organisatorischen Fragen kümmert“, so Schmidt und führt weiter aus: „Die Einrichtungen bereiten die Einwilligungserklärung sowie die Impfaufklärung vor und sorgen fürs Ausfüllen und die Unterschriften.“ Insgesamt werde man von den Heimen mit Rat und Tat unterstützt, so der KVSH-Pressesprecher, „auch wenn es noch an der einen oder anderen Stelle ruckelt“.

Herausfordernd sei, dass teilweise bei unvollständigen Formularen noch nachgearbeitet werden müsse. „Das verzögert dann den Impfprozess“, so Nikolaus Schmidt.

Die KVSH stellt nur den Arzt. Fahrzeug, Ausrüstung, die medizinische Fachkraft und den Fahrer organisiert das Landesgesundheitsministerium über die beauftragten Organisationen wie die Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Kosten der mobilen Teams trägt das Land Schleswig-Holstein. „Der Einsatz der Teams ist momentan bis Ende März geplant“, so Schmidt. Ein Team kann täglich zwischen 60 und 70 Personen impfen. „Das ist aber immer abhängig davon, wie gut eine Einrichtung vorbereitet ist und in welcher Verfassung die Impflinge sind“, sagt Schmidt.

„Sind angemeldet, haben aber noch keinen Termin“

Während in Großenbrode bereits zu Silvester geimpft wurde und die Johanniter gestern auch im Cura-Seniorencentrum in Heiligenhafen waren, war das mobile Impfteam bis gestern noch nicht auf Fehmarn. „Wir sind angemeldet, haben aber noch keinen Termin“, sagte gestern Ulrike Müller von der Tabea-Diakonie, die dort für die Belange der Bewohner zuständig ist. Dirk Mittag, Einrichtungsleiter im Charleston Wohn- und Pflegezentrum: „Bis zum 17. Januar will die Kassenärztliche Vereinigung einen kurzfristigen Termin abstimmen.“

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