Drei Personen sitzen am Tisch und bereiten Impfungen vor
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Pflegedienstleiterin Katrin Quattek (r.) mit Impfarzt Taher Hassan und Jessica Frommator vom mobilen Impfteam.

53 Bewohner geimpft

Mobiles Impfteam im Tabea auf Fehmarn

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Das mobile Impfteam machte am Dienstag (12. Januar) erstmals auf Fehmarn halt. Dabei gab es keine große Vorlaufzeit: Montag wurde benachrichtigt, Dienstag wurde geimpft.

Am 27. Dezember starteten in Schleswig-Holstein die Corona-Impfungen mit mobilen Teams in stationären Pflegeeinrichtungen. Gestern machte in der Tabea Diakonie in der Kaestnerstraße in Burg ein mobiles Impfteam zum ersten Mal auf Fehmarn Station, wo 53 der 57 Bewohner die Möglichkeit wahrnahmen, sich impfen zu lassen. Im Wohn- und Pflegezentrum Charleston wartet die Einrichtungsleitung hingegen noch auf einen Anruf, dass geimpft wird. Bis gestern Mittag (12. Januar) gab es noch keinen Termin.

Doch wenn der Anruf kommt, dann geht es schnell. So auch im Tabea, wo am Montag die Einrichtungsleitung unterrichtet wurde, dass das mobile Impfteam am Dienstag um 9 Uhr vor Ort sein wird.

Zweite Impfung im Tabea in drei Wochen

Und es klappte alles wie am Schnürchen, sprach Pflegedienstleitung Katrin Quattek der Organisation im Vorwege, aber auch dem aus drei Personen bestehenden Impfteam ein dickes Lob aus. Bevor es den Pieks von Notfallsanitäterin Esther Timm gab, klärte Impfarzt Taher Hassan die impfwilligen Bewohner in einem kurzen Vorgespräch auf und bereitete sie auf die eigentliche Impfung vor, während Jessica Frommator die Dokumentation der jeweiligen Impfung vornahm. „Wir sind richtig schnell“, machte Esther Timm deutlich, dass die Abläufe mittlerweile gut eingespielt sind. In drei Wochen soll es im Tabea dann für die Bewohner die für die Immunisierung wichtige zweite Impfung geben.

Notfallsanitäterin Esther Timm bereitet die Spritze vor.

Sollte nach der Impfung der Heimbewohner noch Impfstoff zur Verfügung stehen, würden sich auch die Mitarbeiter impfen lassen, berichtete Ulrike Müller, die im Tabea für die Koordinierung der individuellen Versorgung der Patienten zuständig ist. 

Bewohner im Betreuten Wohnen fallen durch das Raster

Die Vorbereitungen auf den gestrigen Impftag waren ihren Angaben nach bereits im Dezember gestartet. Nicht geimpft wurden die Personen, die bei der Tabea Diakonie im Rahmen des Betreuten Wohnens untergebracht sind. Für diese sei derzeit nur eine Impfung in den Impfzentren des Kreises möglich. Rund die Hälfte der 20 Betroffenen würde sich gerne impfen lassen, so Ulrike Müller, die hofft, dass schon bald Impftermine in Kooperation mit der AWO Fehmarn zustande kommen.

Mit der AWO Fehmarn im Kontakt

Der AWO-Vorsitzende Heinz Lange habe bereits ans zuständige Ministerium in Kiel geschrieben und nachgefragt, ob nicht für bestimmte Personengruppen eine Impfmöglichkeit auch auf Fehmarn geschaffen werden könnte, berichtet Müller.

Zur Erinnerung: Im Kreis Ostholstein ist bislang lediglich das Impfzentrum in Eutin am 4. Januar geöffnet worden. Wann genau an den weiteren Impfstandorten in Bad Schwartau und Lensahn der Betrieb aufgenommen wird, steht nach Angaben des Kreises noch nicht fest.

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