Radweg Fehmarn Mobilität
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Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für Fehmarn wird in einem offenen Vergabeverfahren ausgeschrieben.

Bis 2030 klimaneutrale Mobilität ermöglichen

Mobilitätskonzept für Fehmarn: Ausschreibung mit Leistungskatalog einstimmig verabschiedet

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Vom Hauptausschuss einstimmig abgesegnet: Als Beitrag für die Klimaneutralität bis 2030 auf Fehmarn schreibt die Stadt die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für die Insel aus.

  • Weicheres Oberziel: Klimaneutralität bis 2030 – statt „erreichen“, heißt es jetzt „ermöglichen“.
  • Wird das Ziel nicht erreicht, muss durch Kompensation nachgesteuert werden.
  • Förderung bei der Aktivregion Wagrien-Fehmarn angepeilt.

Fehmarn – Einstimmig beauftragte der Hauptausschuss der Stadt Fehmarn am Dienstag Bürgermeister Jörg Weber mit der Ausschreibung für die Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für Fehmarn. Ziel des Konzepts: Aufzeigen, wie mit welchen Maßnahmen Mobilität auf der Insel ab dem Jahr 2030 CO2-neutral stattfinden kann.

Wir sollten das Oberziel etwas weicher formulieren.

Bauamtsleiter Benjamin May

Bauamtsleiter Benjamin May verdeutlichte einleitend, dass es schwierig sein werde, bis 2030 eine klimaneutrale Mobilität zu erreichen. „Wir sollten das Oberziel etwas weicher formulieren“, so May und schlug vor: Fehmarn soll CO2-neutrale Mobilität bis zum Jahr 2030 ermöglichen, was Marco Eberle (Grüne) kritisch sah. „Wir sollten nicht an unseren Zielen rütteln, auch wenn wir sie vielleicht nicht erreichen.“

Werde das Ziel bis 2030 nicht erreicht, müsse man mit Kompensationsmaßnahmen nachsteuern, sagte gestern auf Nachfrage Bauamtsmitarbeiter Lars Laußat, der auch Teil des Klimaschutz-Trios bei der Stadt Fehmarn ist.

Offenes Vergabeverfahren für die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Fehmarn

Die von der Verwaltung erarbeitete Leistungsbeschreibung, die dem Büro, das in einem offenen Vergabeverfahren gefunden werden soll, als Grundlage dienen wird, bekam im Ausschuss Lob. „Das ist eine sehr gute Vorarbeit“, sagte Werner Ehlers (CDU) und mahnte zugleich: „Wir müssen uns in den politischen Entscheidungen zukünftig daran messen lassen.“

Leistungsbeschreibung mit Teilzielen, Rahmenbedingungen und ergänzt mit bisherigen Konzepten

Teil der Leistungsbeschreibung sind weitere Teilziele, wie die Schaffung gemeinschaftlich nutzbarer Mobilitätsangebote, Handlungsfelder, wie die Art der Verkehrsteilnehmer, sowie Rahmenbedingungen mit Blick auf politische Tabus. Zudem stellt die Stadt alles zur Verfügung, was diesbezüglich an Konzepten, Leitbildern und Studien in den letzten Jahrzehnten über die Tische gewandert ist. Kai Schumacher (F3) merkte zur Auflistung an: „Es fehlt noch die verkehrstechnische Untersuchung von 2016“, was von der Verwaltung nickend aufgenommen wurde.

Projektskizze für Förderung bei der Aktivregion bis 15. Dezember

Bevor ausgeschrieben wird, will die Verwaltung bis zum 15. Dezember für die Konzepterarbeitung bei der Aktivregion mithilfe einer Projektskizze und Kostenschätzung Förderung beantragen. Die Schätzung gestalte sich momentan aber noch schwierig, so Laußat. Nach mündlicher Rücksprache mit der Aktivregion sei von einer 60-prozentigen Förderung auszugehen, heißt es in der Vorlage. Zudem prüfe man weitere Möglichkeiten der Förderung.

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