Strand Lübecker Bucht
+
Die Modellregion Innere Lübecker Bucht startet am Sonnabend (8. Mai).

Inzidenzen lassen den Schritt zu

Modellregion Innere Lübecker Bucht startet am Sonnabend (8. Mai)

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
    schließen

Nun also doch: Die Modellregion im Süden Ostholsteins geht – zunächst auf vier Wochen befristet – am Wochenende an den Start.

Eutin – Was zuletzt aufgrund zu hoher Inzidenzen zweimal verschoben wurde, soll jetzt doch starten: Der Kreis Ostholstein hat heute Mittag (5. Mai) bekannt gegeben, dass der Start der Modellregion Innere Lübecker Bucht, die von Niendorf bis Rettin reicht, am Sonnabend (8. Mai) erfolgen soll. Am 21. April hatte der Kreis dem Vorhaben zunächst auf unbestimmte Zeit eine Absage erteilt.

In der Tenedenz sinkende Inzidenzen lassen den Schritt zu

Die jetzige Entscheidung für einen Start basiere auf der sowohl landesweit als auch im Kreis sinkenden Inzidenz sowie auf der Lagebewertung durch den Fachdienst Gesundheit des Kreises, heißt es in der Pressemitteilung. Zwar liege die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis immer noch über einem Wert von 50 – und damit deutlich höher als in den übrigen, teilweise bereits gestarteten Modellregionen –, doch weise, anders als zum Zeitpunkt der Verschiebung, die Tendenz derzeit nach unten, begründet Kreissprecherin Carina Leonhardt.

Ausnahmegenehmigungen für Beherbergungsbetriebe und Gaststätten in der Modellregion

Der Kreis Ostholstein bereitet jetzt eine Allgemeinverfügung vor, in der die Ausnahmen von den Ge- und Verboten der Corona-Bekämpfungsverordnung für das touristische Modellprojekt Innere Lübecker Bucht geregelt werden. Die Allgemeinverfügung ist räumlich eingegrenzt auf die Gemeinden Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Sierksdorf sowie Neustadt. Sie enthält Ausnahmegenehmigungen für Beherbergungsbetriebe und Gaststätten in der Modellregion. Die Kontaktnachverfolgung wird über die Verwendung der Luca-App sichergestellt. „Ein strenges Testregime ist Voraussetzung für die Teilnahme am Modellprojekt“, ergänzt Leonhardt.

Wir als Kreis erwarten von den Projektverantwortlichen, dass diese akribisch darauf achten, dass die Partnerbetriebe alle Vorgaben und Auflagen der Allgemeinverfügung einhalten.

Landrat Reinhard Sager (CDU)

„An dem Projekt werden etwa 300 Unternehmen teilnehmen. Wir versuchen, durch das strikte Testregime mit höchstmöglicher Sicherheit auszuschließen, dass infizierte Personen nach Ostholstein kommen“, erklärt Landrat Reinhard Sager (CDU) und fordert: „Wir als Kreis erwarten von den Projektverantwortlichen, dass diese akribisch darauf achten, dass die Partnerbetriebe alle Vorgaben und Auflagen der Allgemeinverfügung einhalten.“

Permanente Lagebewertnug durch den Kreis und wissenschaftliche Auswertung

Der Fachdienst Gesundheit des Kreises begleitet das Projekt durch die permanente Lagebewertung. Die Testergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und auch dem Gesundheitsamt vorgelegt. Ferner stellt der Fachdienst im Fall von nachgewiesenen Infektionen die Kontaktnachverfolgung sicher.

Ziel des Projektes ist es, wissenschaftlich begleitet Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die Öffnung touristischer Angebote Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen hat. Das Projekt ist gemäß der Vorgabe des Landes Schleswig-Holstein zunächst auf vier Wochen befristet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.