Investitionsvorhaben für „FehMare“ muss europaweit ausgeschrieben werden

Modernisierung stockt etwas

Der Denkmalschutz für den Altbau muss bei den Planungen für die Attraktivierung des Spaßbades (Neubau) Berücksichtigung finden.
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Der Denkmalschutz für den Altbau muss bei den Planungen für die Attraktivierung des Spaßbades (Neubau) Berücksichtigung finden.

Fehmarn –hö– Der Betrieb des „FehMare“ ist defizitär. Das ist nicht neu. Durch die coronabedingten Schließzeiten in diesem Jahr sind die roten Zahlen ins Tiefrote abgerutscht. Vor Corona war für 2020 noch mit einem Minus von 850000 Euro gerechnet worden, es dürften nun rund 1,3 Millionen Euro werden. Da die Corona-Pandemie noch lange nicht überwunden ist, wird auch für 2021 ein Verlust in Höhe von 1,1 Millionen Euro erwartet. Der Tourismusausschuss hat dem Etatentwurf des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) einstimmig zugestimmt.

  • Erlebnisbad macht 2020 1,3 Millionen Euro Verlust
  • Einzelprojekte müssen, so wollen es die Fördermittelgeber, als Gesamtprojekt behandelt werden
  • Aufgrund der Investitionssumme muss europaweit ausgeschrieben werden

Grundsätzlich nicht neu, aber dennoch anders gedacht werden muss bei der Planung für die Attraktivierung des Spaßbades. Im Kern geht es um drei Maßnahmen, die als Einzelprojekte durchgezogen werden sollten: die Attraktivierung des Spaßbades mit Außenrutsche, die Überdachung des Außenbeckens sowie die Neugestaltung des Sauna- und Wellnessbereichs. Die Fördermittelgeber stufen die Maßnahme jedoch als ein Gesamtprojekt ein, sodass aufgrund der Investitionssumme von insgesamt 2,3 bis 2,5 Millionen Euro nicht mehr beschränkt, sondern europaweit ausgeschrieben werden müsse, berichtete Tourismusdirektor Oliver Behncke im Fachausschuss. Zusätzlich gebe es bezüglich der Außenrutsche Einschränkungen hinsichtlich des Denkmalschutzes für den benachbarten Altbau.

In den Investitionsplan 2021 ist vom TSF vorsorglich die Investitionssumme von eine Million Euro eingestellt worden. Gibt die Stadtvertretung in ihrer Sitzung am 17. Dezember grünes Licht für den Etatentwurf, wäre der Tourismusausschuss wieder am Zug.

Dieser, so Fehmarns Tourismusdirektor, müsse dann im kommenden Jahr über das weitere Vorgehen beraten.

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