Wolfgang Doege muss sich weiter in Geduld üben, will aber auch 2020 Pächter bleiben

„Mopsy‘s“ Zukunft bleibt ungewiss

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Gastronom Wolfgang "Mopsy" Doege ist seit Mai dieses Jahres zum Nichtstun verdammt.

Fehmarn – Von Patrick Rahlf – Es ist eines der markantesten Häuser der Burger Altstadt, doch seit einem folgenschweren Brand im Mai ruht der Gastronomiebetrieb in der Bahnhofstraße 3 weiterhin. Leidtragender ist Wolfgang „Mopsy“ Doege. Der 79-jährige Barbetreiber hatte sich eigentlich fest vorgenommen, in diesen Tagen das 40-jährige Bestehen seiner Kultkneipe zu feiern, doch seit mittlerweile viereinhalb Monaten fließt kein Gerstensaft mehr durch den Zapfhahn.

„Ich hänge weiter in der Luft. Für mich gibt es so viele offene Fragen und Unklarheiten, einfach alles ist ungewiss“, berichtet Doege im Gespräch mit dem FT. Dass er den Glauben an eine Fortführung seiner Bar noch immer nicht aufgegeben hat, beweist die Tatsache, dass er erst kürzlich die Option für eine einjährige Verlängerung gezogen hat. „Ich habe die Räumlichkeiten auch für 2020 gepachtet.“ Dennoch ist auch ihm bewusst, dass die Brand-Gutachter, die ihre Arbeit noch immer nicht abschließen konnten, das letzte Wort haben. „Wenn die sagen, es geht hier nicht weiter, dann war es das auch für mich“, so „Mopsy“ Doege, der sich mittlerweile anwaltlich beraten lässt, realistisch.

Bei einem Rundgang durch seine leergeräumte Bar  wird der Burger Gastronom nachdenklich und still. „Mir blutet das Herz, wenn ich das hier sehe. Die Bar war 40 Jahre lang mein Leben, so darf es nicht enden.“ Bekanntlich war in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai dieses Jahres im „Chillaz“ ein Feuer ausgebrochen. Das Tanzlokal war über „Mopsy‘s“ Bierbar beheimatet, der das Löschwasser ordentlich zugesetzt hat. Stühle, Tische und Bilder wurden mittlerweile entfernt und in einer Scheune eingelagert. „Meine Mitarbeiterin und ich warten täglich auf Neuigkeiten, aber es zieht sich quälend hin“, so Doege, der gerade die umsatzstärksten Wochen des Jahres verpasst hat.

Auf der Straße ist das Interesse weiterhin riesengroß. Einerseits freue er sich natürlich über die vielen Fragen, andererseits mache es ihn auch traurig, immer wieder erzählen zu müssen, dass die Zukunft von „Mopsy‘s“ Bierbar weiterhin ungewiss sei.

Auf FT-Nachfrage wollte sich der Inhaber des Gebäudes nicht zum Thema äußern.

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