Corona und Ausschussarbeit (4. Teil): Ausschuss für Kultur, Schule, Sport und Soziales

Museen professionell aufstellen

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Das Fehmarn-Museum in Burg ist geschlossen. Die Stadt Fehmarn hofft auf eine Öffnung der Museen ab Ostern 2021.

Fehmarn – Von Andreas Höppner Der Ausschuss für Kultur, Schule, Sport und Soziales hat in diesem Jahr bereits einmal tagen können. Das war im Februar – noch vor Corona. Nach rund einem halben Jahr geht es für Ausschussvorsitzende Marianne Unger (SPD) und ihre Mitstreiter am 9. September in die zweite Runde. Wie ein roter Faden dürften sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie durch die Themen der Sitzung ziehen.

  • Ergebnisse des Architektenwettbewerb für die Sporthalle Landkirchen sollen demnächst vorgestellt werden
  • Museen stehen auf der Tagesordnung
  • Dran bleiben am Digitalpaket für Schulen
„Der Fachbereich ist besonders stark durch Corona gefordert“, hat Marianne Unger eine große Belastung der Verwaltung festgestellt. So hätten beispielsweise umfangreiche Hygienekonzepte mit den Schulen, Vereinen und Verbänden sowie Trägern sozialer Einrichtungen entwickelt und abgestimmt und den sich immer wieder wandelnden Verordnungen angepasst werden müssen.

Zweifeldhalle „wird uns lange beschäftigen“

Marianne Unger (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Schule, Sport und Soziales.

Unger ist froh, dass der Architektenwettbewerb für die geplante Zweifeldhalle in

Landkirchen

weitergelaufen ist, denn „es ist ein ganz wichtiges Projekt, das uns noch lange beschäftigen wird“. Ergebnisse sollen demnächst vorgestellt werden, allerdings noch nicht in der Septembersitzung.

Zur Sprache kommen wird in der kommenden Woche auf jeden Fall das weitere Vorgehen in Sachen Museen. Für die Ausschussvorsitzende ein weiteres Top-Thema, mit dem sich der Fachausschuss zu beschäftigen hat. Für sie steht fest, dass die Museen – Fehmarn-Museum und Mühlenmuseum in Lemkenhafen – Ostern 2021 unbedingt wieder öffnen müssen. Die große Frage ist allerdings unter welchen Rahmenbedingungen, nachdem der Verein zur Sammlung Fehmarnscher Altertümer die ehrenamtliche Betreuung der Museen nicht mehr leisten kann. Die Einbindung des Ehrenamtes sei zwar wichtig, aber „ohne hauptamtliche Kraft werden wir nicht mehr auskommen“, ist Marianne Unger überzeugt. Wie Museen und ihre Angebote an moderne Anforderungen ausgerichtet werden könnten, sehe man am Beispiel des zeiTTor in Neustadt.

Dranbleiben heißt es für sie auch beim Digitalpakt Schule. Hier gehe es darum, die digitale Ausstattung der Schulen – vor allem auch die der Grundschulen – zügig voranzutreiben. Der Lockdown habe aufgezeigt, dass weiterer Handlungsbedarf bestehe. Vor allem Schüler, die sozial ohnehin schon benachteiligt seien, dürften nicht noch weiter zurückfallen. In diesem Zusammenhang verweist Unger auf das Sofortausstattungsprogramm für digitales Lernen, aus dem Schleswig-Holstein rund 19 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. In einem vereinfachten Verfahren konnten die Schulträger bis gestern Mittel beantragen.

Beim Sanitärgebäude „am Ball bleiben“

„Am Ball bleiben“ müsse der Ausschuss und auch die

Stadt Fehmarn

hinsichtlich eines neuen

Sanitärgebäudes

am Sportplatz am Gahlendorfer Weg, weiß die Ausschussvorsitzende um die Dringlichkeit dieser Maßnahme. Das sei gerade auch wieder deutlich geworden, als die sanitären Einrichtungen der Großsporthalle aufgrund der coronabedingten Einschränkungen gar nicht oder nur bedingt hätten genutzt werden können.

Viel Arbeit auf Verwaltung und Selbstverwaltung zukommen sieht Unger ferner bei der Umsetzung der Anforderungen, die das neue Kitareform-Gesetz mit sich bringt. Aufgrund der Corona-Pandemie tritt nun es mit fünfmonatiger Verspätung am 1. Januar 2021 in Kraft. „Wir reden von einer komplett neuen Form der Finanzierung“, die mit den unterschiedlichen Trägern der Einrichtungen abgestimmt werden müsse, erinnert Marianne Unger, die warnt: „Das wird eine unglaubliche Verwaltungsarbeit.“

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