Praktikant André hatte „Bei Anruf frei“/Arne Waack sprang gestern im Surf- und Segelzentrum ein

N-Joy-Reporter erledigte Job in Gold

„Was sind meine Aufgaben?“ Arne Waack, der es locker im Surf- und Segelzentrum Gold angehen ließ, plauderte mit Stationsleiter Lutz (r.).

„Was sind meine Aufgaben?“ Arne Waack, der es locker im Surf- und Segelzentrum Gold angehen ließ, plauderte mit Stationsleiter Lutz (r.).

GOLD (nic) • Was ein ausgiebig schöner Tag. Ja, André Reeg war gut aufgelegt, Freitagmorgen, 9.30 Uhr in Deutschland. Präziser gesagt: in Gold. Dort arbeitet der 20-Jährige aus Norderstedt derzeit bereits seit einer Woche und noch bis zum 13. August als Praktikant im Surf- und Segelzentrum. Wenn er nicht gerade frei hat. So wie gestern. Seiner Chefin sei Dank.

Weil André immer so tatkräftig mit anpackt und seine Arbeit stets zur Zufriedenheit des gesamten Teams erledigt, hatte Annette Steidlinger die Idee: Sie rief bei N-Joy-Radio an. „Bei Anruf frei“, heißt es hier, wenn N-Joy-Reporter Arne Waack einen jeden Freitag für einen Menschen aus der Arbeitswelt zu einem echten Frei-Tag macht.

Freitag war also André an der Reihe, der nach seinem im vergangenen Jahr in Gold absolvierten Surfschein nun mit dem Praktikum auch einmal hinter die Kulissen der Surf- und Segelschule schauen wollte. André schlief gestern nicht  bis in die Puppen. Immerhin war er schon neugierig auf seine Vertretung, die im Surf- und Segelzentrum seinen Job übernehmen sollte. Und zu tun gibt’s da jede Menge. André, der den Stationsdienst versieht, geht Stationsleiter Lutz zur Hand und hilft vorbereitend bei den Kursen, baut Segel auf, gibt Bretter raus, harkt Seegras... – schaffe, schaffe, Häusle baue.

Das hatte sich Arne Waack dann doch ein wenig anders vorgestellt. Seinen sportlich bis auf die letzte Muskelfaser trainierten und gestählten Bo-dy hätte er gerne im Neopren am Strand von Gold auf und ab geführt, hätte gern ein wenig die Mädels abgecheckt, eben eine gute Figur gemacht... – doch wo blieb er eigentlich?

Pünktlich um 9.30 Uhr, wie jeden Morgen, war André zur Stelle, doch von seiner Vertretung für einen Tag keine Spur. Um 10 Uhr noch nichts, um 10.30 Uhr immer noch nichts – mangelnder Wind nicht nur auf Fehmarn, sondern etwa auch Flaute, was die Arbeitsmoral des N-Joy-Reporters anbelangt? Die Rechnung habe er ohne die drei Staus auf der A1 gemacht, erklärte Waack seine Verspätung, als er um kurz vor 11 Uhr um die Ecke bog. Da war André, der an seinem freien Tag nicht länger auf den „Ersatzmann“ hatte warten wollen, bereits Richtung Wasserskianlage Süsel unterwegs: zum Wakeboarden.

„Zu viel Wasser und kein Wind“

Ob er surfen könne, kiten..? – nein, „aber ein wenig Brustschwimmen“, so Arne Waack, ein liegen gebliebener Lkw und zwei Unfälle auf der Autobahn von Hamburg nach Fehmarn später, als Stationsleiter Lutz, sein „Kollege für einen Tag“, ihn dann bei seiner späten Ankunft gleich ein wenig auf den Zahn fühlte. Und guckte nicht schlecht aus der Wäsche, als Lutz schon mal das Tempo vorgab: Schuhe sortieren und Anzüge, Segel annehmen, Riggs und Katamarane aufbauen – eben Service bieten. „Klar, eine gut aussehende Servicekraft“, bot Arne Waack mit Augenzwinkern seine Qualitäten feil.

Die erste Amtshandlung dann gegen 11.45 Uhr, immerhin, als Waack mit dem Beitrag aus Gold das erste Mal auf Sendung ging. Kurz nach 13 Uhr und noch zweimal am Nachmittag wurde live vom Tag im Surf- und Segelzentrum in Gold berichtet. Und von den „harten Bedingungen“ vor Ort: „Hier ist zu viel Wasser und kein Wind, und jetzt fängt es auch noch an zu regnen“, so Arne Waack, der als „Aushilfe“ zwar schon so einiges hinter sich hat, sich gestern jedoch ein wenig „wetterfühlig“ gab.

Ob im Klärwerk oder als Dachdecker in 25 Meter Höhe, ob als Rettungsschwimmer in Celle oder in einer Eisdiele in Pinneberg, ob in Anklam, wo er eine Volontärin bei der Zeitung „Nordkurier“ vertrat, in Sierksdorf, wo er für die Assistentin eines Messerwerfers einsprang, ob Surflehrer am Dümmer See, Verkäufer für die Kaffeekette Starbucks in Osnabrück oder Lehrer an der Wasserskianlage Süsel – erlebt hat Arne Waack, der auch schon einmal auf einem der Fährschiffe zwischen Puttgarden und Rødby seine Arbeitskraft zum Einsatz brachte, in dreieinhalb Jahren „Bei Anruf frei“ jede Menge. Und gestern war wieder einmal Fehmarn an der Reihe. Richtig geschwitzt hatten gestern jedoch eher andere. Arne Waack allenfalls, weil sich die Sonne nach einigen Startschwierigkeiten dann doch ab und an Bahn brach. Der N-Joy-Reporter war ja auch zumeist behangen und -laden mit Mikro und Equipment für die Schalten. Ne, ist klar.

Zumeist packte (trotz Flaute) das Team des Surf- und Segelzentrums mit an. Und das taten sie gern – für ihren André...

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