150 Schüler in sechs 5. Klassen – Eltern informierten sich über die „Inselschule Fehmarn“

Nach den Sommerferien geht’s los

Voraussichtlich rund 85 Kinder der Grundschule Burg werden im Sommer in die fünfte Klasse der „Inselschule Fehmarn“ wechseln.

BURG (nw/pl) • Mit dem Beschluss von Mittwoch zur Gründung einer Gemeinschaftsschule, in die auch das Gymnasium integriert wird, betritt Fehmarn pädagogisches Neuland.

Politisch ist alles geklärt, nur die Eltern der Grundschüler, die in diesem Sommer als erste die „Inselschule Fehmarn“ besuchen werden, hatten noch einige Fragen. Um die zu klären, luden die hiesigen Schulleiter am Donnerstagabend zu einer Informationsveranstaltung in die Burger Realschule.

Monika Steffen (Grundschule Puttgarden), Hans-Willi Kaalberg (Grund- und Hauptschule Burg), Michaela Schmeiser (Realschule), Wilfried Kollex (Insel-Gymnasium) und Antonie Schwirz (Förderzentrum) standen den Eltern Rede und Antwort.

Die neue Schule soll bekanntlich mit maximal 150 Fünftklässlern starten, vorerst als Provisorium in den Räumen der Realschule.  Inselschüler hätten in jedem Fall Vorrang, so Schmeiser. Ihre Zahl beläuft sich auf 133.  Die übrigen freien Plätze könnten dann an Kinder vom Festland vergeben werden.

"Lehrertandem"

Geplant sind sechs fünfte Klassen mit im Schnitt 25 Schülern. Dabei soll jede Klasse von zwei Klassenlehrern begleitet werden, einem so genannten „Lehrertandem“. Bis zur 9. oder 10. Klasse bleiben diese dann gleichberechtigte Ansprechpartner. 40 Prozent der Unterrichtsstunden sollen aus gymnasialen Lehrerstunden bestehen, 40 Prozent aus Realschullehrerstunden und 20 Prozent aus Hauptschullehrerstunden. „Die Stunden für den Förderunterricht kommen zusätzlich oben drauf,“ erklärte Schmeiser. 

Die Förderschule, die ja erst im nächsten Jahr komplett in die Gemeinschaftsschule integriert werden soll, wird zum Start eng mit der Inselschule kooperieren. Die Integrativ-schüler sollen zumindest schon teilweise eingebunden werden. Etwa vier Schüler pro Klasse sind vorgesehen. Dabei wird ein qualifizierter Lehrer die jeweiligen Klassen mit betreuen, um sein sonderpädagogisches Knowhow gezielt mit einbringen zu können. Die bestehenden Klassen ab dem im Sommer 6. Jahrgang werden im alten System fortgeführt, bis diese rund 1000 Schüler ihren entsprechenden Abschluss gemacht haben.

Abitur nach zwölf Jahren

Für eine Gemeinschaftsschule sei ein Abitur nach zwölf Jahren eigentlich nicht vorgesehen, erinnerte Kollex. Daher sei die neue Inselschule schon etwas Besonderes. Hierfür würden jedoch auch einige Anforderungen an die jeweiligen Schüler gestellt. Ein gewisser Notendurchschnitt und die Erfüllung bestimmter Kritierien seien Voraussetzung, um in die gymnasiale Oberstufe der Gemeinschaftsschule aufsteigen zu können. Wenn ein Schüler ins sprachliche Profil der gymnasialen Oberstufe eintreten möchte, käme ab der 6. Klasse eine zweite und in der 7. Klasse eine dritte Fremdsprache hinzu. Dabei handelt es sich neben Englisch um Französisch und Latein. Je nach Fähigkeiten kann dann die 9. Klasse übersprungen werden. So würde die Realisierung des Abiturs nach 12 Jahren ermöglicht, erklärte Kollex.

Die Eltern können ihre Kinder in der Zeit vom 5. bis 16. März 2007 für die fünfte Klasse der „Inselschule Fehmarn“ anmelden, jeweils von Montag bis Freitag zwischen 8 und 11 Uhr sowie am Mittwoch von 17 bis 19 Uhr in der Burger Realschule. 

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