Fertigstellung 2021 – EU zahlt Hälfte der Planungskosten

Neue Storstrømsbrücke für 500 Millionen Euro

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Die neue Storstrømsbrücke soll westlich der alten errichtet werden.

FEHMARN - hö - Während in Deutschland bei der Planung für die Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) noch Überlegungen angestellt werden, ob und in welcher Form der Bau einer zweiten Querung über den Fehmarnsund erfolgen soll, ist man auf dänischer Seite bereits viel weiter. Die sanierungsbedürftige Storstrømsbrücke aus dem Jahr 1937 wird abgerissen und durch einen rund 500 Millionen Euro teuren Neubau ersetzt.

Die alte Brücke zeigt starke Abnutzungserscheinungen. Schon 2011 wurden Risse entdeckt, die auf Ermüdungsbrüche in den Stahlkonstruktionen zurückzuführen sind. Eine Renovierung der Brücke wäre allerdings zu teuer, deswegen sehen die Dänen in einem Neubau die beste Lösung. Die neue Brücke wird etwa vier Kilometer lang sein und ist als Straßen- und Eisenbahnbrücke mit einem Geh- und Fahrradweg geplant. Die heutige Brücke besteht nur aus einem Gleis und einer zweispurigen Landstraße. Die neue Storstrømsbrücke erhält zusätzlich zur zweispurigen Landstraße zwei elektrifizierte Gleise.

Zukünftig werden neben einer zweispurigen Landstraße zwei elektrifizierte Gleise über die Storstrømsbrücke geführt.

Die Vorbereitungsarbeiten für die neue Storstrømsbrücke sind nach Angaben von Femern A/S bereits weit fortgeschritten. Im September soll die Anhörungsphase für die Umweltverträglichkeitsstudie beginnen, im Frühjahr 2015 ist geplant, dem dänischen Parlament den Entwurf des Baugesetzes vorzulegen. Die Brücke wird ein wichtiger Teil der Infrastruktur für den Fehmarnbelttunnel, hat darüber hinaus aber auch regional große Bedeutung: „Die neue Brücke sorgt für eine schnellere Abwicklung des Eisenbahnverkehrs, da sie anstatt der S-Kurve über die Insel Masnedø eine gerade Linienführung ermöglicht. Alleine dadurch werden einige Minuten Reisezeit eingespart. Wenn die neue Brücke fertiggestellt ist, dauert die Fahrt von Nykøbing-Falster nach Kopenhagen nur noch eine Stunde. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Südseeland“, meint Erik Stoklund Larsen, Projektleiter beim Straßenbauamt. Das dänische Straßenbauamt hat übrigens die Empfehlung ausgesprochen, die Fabrik zur Herstellung der Brückenelemente in Nakskov zu errichten. Die Europäische Union hat jetzt 15 Millionen Euro für die Planungsarbeiten bewilligt, was etwa der Hälfte der Planungskosten für die neue Storstrømsbrücke entspricht.

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