Veranstaltungsleiterin hört zum Jahreswechsel auf / Opielka: Schöne Zeit geht zu Ende

Auf zu neuen Ufern

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Das SUP-Board griffbereit: Dr. Andrea Opielka verlässt den TSF nach fünf Jahren.

FEHMARN -mb- Zum 31. Dezember dieses Jahres verlässt Dr. Andrea Susanne Opielka den Tourismus-Service Fehmarn (TSF). Die scheidende Veranstaltungsleiterin spricht von fünf schönen Jahren, die ihr viel Spaß bereitet hätten. Am 3. Juni 2013 hatte Opielka ihren Job angetreten – ab 2014 trug das Veranstaltungsprogramm ihre Handschrift. Nun sei es für sie jedoch an der Zeit, etwas Neues zu probieren, meint die aus Hagen in Westfalen stammende Wahlfehmaranerin. Immerhin sei es dieser Job gewesen, den sie bisher am längsten ausgeübt habe, so die berufliche Tausendsasserin.

Kunsthistorikerin, Musikwissenschaftlerin, Theaterpädagogin und Grundschullehrerin – ebenso zahlreich sind die Orte, an denen sie tätig wurde. Wie es beruflich konkret weitergeht, steht für Opielka noch nicht fest. „Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt keine neue Stelle, die ich zum 1. Januar antreten werde.“ Ihre freiberuflichen Tätigkeiten würde sie gerne ausbauen – auch auf Fehmarn, so Opielka, die seit ihren Anfängen auf der Insel in Püttsee heimisch ist.

In fünf Jahren habe man viel bewegt, erinnert sie sich. „Als ich im Juni 2013 anfing, war für die Saison bereits alles durchgeplant.“ Bei den Fährkonzerten habe man gleich im ersten Jahr aufgestockt. Opielka zählt mit SUP-Worldcup und die Etablierung des Bulli-Festivals (2014), die Rückkehr des Surf-Festivals (2015), 2015 erstmals eine Station des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) oder auch der Kitesurf World Cup (KWC) 2016 wichtige Entwicklungen auf. Darüber hinaus hat der TSF Veranstaltungen wie Rapsblütenfest, Stadt- und Hafenfest oder Weinfest federführend übernommen. „Das sind vor allem Veranstaltungen für die Einheimischen.“ Für Opielka sei dies die richtige Entscheidung gewesen, vorhandene Initiativen aus der Bevölkerung zu stützen, „damit nichts wegbricht“.

Ob Burger Kunsttage, Fährkonzerte oder das SHMF – Kunst und Kultur sind ihr Steckenpferd, kommt Opielka doch aus dem Theaterbereich. Auch dort sei es übrigens nicht unüblich, nach fünf bis zehn Jahren den Intendanten zu wechseln. „So können neue Impulse und auch Schwerpunkte gesetzt werden.“ Sicherlich hätte sie gerne in Richtung Kunst noch mehr gemacht, aber das Angebot müsse sich an der Nachfrage orientieren, und „ich denke, dass abseits kleinerer Kunst-Angebote diese Richtung für Fehmarn ausgereizt ist“.

Generell sei sie mit dem Budget für Veranstaltungen zufrieden gewesen. „Der Tourismusausschuss war stets großzügig.“ Gleichzeitig hofft Opielka, dass durch den Wegfall des KWC der finanzielle Rahmen für den TSF nicht zu stark reduziert wird, um Spielraum für neue Ideen und Projekte nicht zu untergraben. Gerne hätte sie in der Zeit der Nachsaison ein norddeutsches Krimi-Festival nach Fehmarn geholt, ebenso ein Event für Radfahrer. Dies sei schließlich ein Markenzeichen der Insel. Aber solche Ideen seien oftmals an der fehlenden Zeit gescheitert.

Dass ihr auch 2019 nicht langweilig werden wird, verblüfft nicht allzu sehr. Im nächsten Jahr will sie den 560 Kilometer langen Pilgerweg von Sundsvall (Schweden) nach Trondheim (Norwegen) wandern und für einen Outdoor-Führer alles mit GPS kartografieren. Wandern, für Opielka eh ein wichtiger Freizeitausgleich: „Es entschleunigt, ich kann abschalten und die Natur genießen.“ Auch dem Wassersport ist sie bekanntlich nicht abgeneigt, steht doch ein SUP-Board in ihrem Büro, das häufig zum Einsatz kam. „Ich habe jetzt nach 20 Jahren wieder mit dem Windsurfen angefangen – jetzt kann ich damit nicht wieder aufhören.“

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