Krankenhaus Oldenburg in Holstein Ameos-Sana-Wechsel
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Wird bald das Ameos-Logo am Oldenburger Krankenhaus zu sehen sein?

Trägerschaft wechselt

Neuer Anlauf in der Krankenhauslandschaft: Ameos übernimmt Sana-Kliniken in Ostholstein

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Bereits im Oktober 2018 wollte Krankenhausbetreiber Sana sich aus Ostholstein zurückziehen. Ameos sollte übernehmen, was am Bundeskartellamt scheiterte. Jetzt kommt es doch zum Trägerwechsel. 

  • Trägerwechsel zum Jahreswechsel: Ameos übernimmt Sana-Kliniken in Ostholstein.
  • Schritt soll zu einer besseren Versorgungsstruktur in der Region beitragen.
  • Verkauf steht noch unter Vorbehalt der Genehmigung des Bundeskartellamtes.

Überraschend kam im Oktober 2018 die Ankündigung des Krankenhausbetreibers Sana, sich aus Ostholstein zum Jahreswechsel zurückziehen zu wollen. Die Schweizer Ameos-Gruppe sollte übernehmen, was vor etwas mehr als einem Jahr am Bundeskartellamt scheiterte. Beiden Unternehmen war es nicht gelungen, eine genehmigungsfähige Konzeption zur Weiterführung der vier Standorte unter neuer Trägerschaft zu entwickeln.

Jetzt scheinen die Probleme ausgeräumt. Sana verkündete heute Nachmittag (15. September), dass die Ameos-Gruppe nun doch die Sana-Kliniken in Ostholstein (Eutin, Middelburg, Oldenburg und Fehmarn) zum Jahreswechsel 2021/22 übernehmen wird. Sana zieht sich somit aus der stationären Versorgung in Ostholstein zurück.

Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass Ameos der richtige Partner für die Weiterentwicklung der stationären Versorgung im Kreis Ostholstein ist.

Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstandes der Sana-Kliniken AG

Minderheitsgesellschafter bleibt der Kreis Ostholstein mit 5,2 Prozent. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Bundeskartellamtes. Was 2018 richtig war, gilt für Sana auch 2021. „Die Situation in den vergangenen drei Jahren war – vor allem natürlich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort – sehr herausfordernd. Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass Ameos der richtige Partner für die Weiterentwicklung der stationären Versorgung im Kreis Ostholstein ist“, zeigt sich Thomas Lemke, Vorsitzender des Vorstandes der Sana-Kliniken AG, überzeugt.

Ameos will medizinisches Angebot erweitern

Durch den Schritt seien die Kliniken in eine bessere Versorgungsstruktur in der Region eingebettet. „So kann das medizinische Angebot für die Region nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar ergänzt werden. Dass dies nun realisiert werden kann, ist eine gute Entwicklung und zeigt zudem, dass alle involvierten Partner mit der nötigen Umsicht agiert haben“, führt Lemke weiter aus. 

Regularien forcieren Trend zu neuen Versorgungskonzepten

Mit dem nun vollzogenen Schritt stoßen Sana und Ameos eine Neuordnung der medizinischen Versorgungslandschaft in Ostholstein an. Die immer enger gefassten regulatorischen Vorgaben zum Betrieb von Krankenhäusern würden den Trend forcieren, neue Konzepte für die Versorgung von Patienten umzusetzen, heißt es in der Mitteilung von Sana.

Die neuen Standorte ergänzen und erweitern unser Gesundheitsnetzwerk in der Region Ostholstein zur bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung.

Dr. Axel Paeger, Vorsitzender des Vorstandes der Ameos-Gruppe

Dr. Axel Paeger, Vorsitzender des Vorstandes der Ameos-Gruppe, dazu: „Die neuen Standorte ergänzen und erweitern unser Gesundheitsnetzwerk in der Region Ostholstein zur bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung. Wir freuen uns darauf, die stationäre Versorgung in Ostholstein gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen in Eutin, Middelburg, Oldenburg und auf Fehmarn weiter zu entwickeln.“ 

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