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Neuer Betonschwimmsteg für den privaten Jachthafen Burgstaaken

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Von: Andreas Höppner

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Fehmarn Betonsteg Jachthafen Burgstaaken
Stegbegehung mit den Geschäftsführern Jürgen Kölln (l.) und Jan Hegerfeld (r.) sowie Hafenmeister Ernst Hoff (2.v.l.) und seinem Assistenten Henry Willruth. © Andreas Höppner

Der privat betriebene Jachthafen Burgstaaken nahm vor Beginn der Wassersportsaison noch einmal ordentlich Geld in die Hand.

Fehmarn – Beim privat betriebenen Jachthafen Burgstaaken mit seinen 200 Liegeplätzen ist vor der jetzt startenden Wassersportsaison noch einmal kräftig Geld in die Hand genommen und investiert worden. Prunkstück ist ein neuer Betonschwimmsteg, der bereits an Ort und Stelle im Wasser liegt und an dem bis Mitte April nur noch Restarbeiten durchzuführen sind. Rund 570000 Euro seien in die Maßnahme investiert worden, berichteten Jan Hegerfeld und Jürgen Kölln, beide Geschäftsführer der Yachthafen Burgstaaken GmbH, bei einer Begehung des neuen Aushängeschildes des Hafens.

Die alte Betonsteganlage war nicht mehr zeitgemäß.

Geschäftsführer Jürgen Kölln

Vor etwa zwei Jahren sei der Entschluss gefasst worden, den Steg zu erneuern und ihn wesentlich zu attraktivieren. „Die alte Betonsteganlage war nicht mehr zeitgemäß“, so Jürgen Kölln. Der neue rund 190 Meter lange Steg, der über zwei 25 Meter lange Köpfe verfügt und begehbare Ausleger besitzt, ist wie bisher ausgelegt für 80 Liegeplätze.

Säulen hingen durch den Brexit im Zoll fest

Doch der Komfort hat sich verbessert. So befindet sich laut Kölln die Lauffläche 50 Zentimeter über der Wasseroberfläche, „was den Ein- und Ausstieg auf die Boote erleichtert“. Noch installiert werden auf dem Steg 20 Stromsäulen, an jeder fünften Säule ein Wasseranschluss sowie die Stegbeleuchtung. „Aufgrund des Brexit hingen die Säulen lange Zeit im Zoll fest“, sei es nach Hegerfelds Angaben bei ihrer Lieferung zu Verzögerungen gekommen.

Problemlos erfolgte hingegen vor etwa zwei Wochen die Anlieferung der tonnenschweren 20 Meter langen Segmente des Betonsteges. Von Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern waren sie auf Tiefladern nach Burgstaaken gefahren worden. „Pro Meter eine Tonne“, so Jürgen Kölln zur Fracht, die mit dem von Hafenmeister Ernst Hoff bedienten 25-Tonnen-Kran des Jachthafens abgeladen wurden.

Neuer Steg besitzt Wellenbrecherfunktion

Aufgrund seines Eigengewichts erfüllt der Steg noch eine weitere Funktion – eine Schutzfunktion. Bei höheren Wasserständen und Wind aus Südost bis Südwest werde die vor dem Steg befindliche Steinmole oft überspült, sodass der neue Betonschwimmsteg die Wellenbrecherfunktion für den gesamten Westhafen übernehme, erläutert Kölln.

„Ein großer Gewinn für unseren Hafen“, freut sich Jan Hegerfeld, der weitere Investitionen in die Infrastruktur ankündigt. „Wir wollen die sanitäre Situation verbessern“, so Hegerfeld, der sich vorstellen kann, gemeinsam mit der Stadt Fehmarn ein Sanitärgebäude auf der Westseite des Hafens zu bauen. „Ein Baufenster gibt es“, man werde Gespräche mit der Stadt führen.

In der Realisierung des neuen Betonschwimmsteges sehen beide Geschäftsführer einen wesentlichen Eckpfeiler, den Jachthafen Burgstaaken weiterhin auf Erfolgskurs halten zu können. Denn beliebt sei der Hafen allemal, da er über eine gute Infrastruktur verfüge mit Service- und Gastronomiebetrieben sowie Freizeit- einrichtungen in unmittelbarer Nähe. Der Weg in die Altstadt sei kurz, und auch mit dem Fahrrad in kürzester Zeit zu erreichen. Zudem hätten auch viele Fehmaraner ihr Boot im Jachthafen Burgstaaken liegen, berichtet Jan Hegerfeld.

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