Nach mehreren Monaten erfolgte der Umzug in die ehemalige Schule in der Klaus-Groth-Straße

Neuer DRK-Kleiderladen freut sich auf zahlreiche Begegnungen

+
Sie repräsentieren die fünf Ortsvereine des DRK Fehmarn: Erika Lüthje, Ute Constabel, Gerda Stau, Marianne Maaß und Marlene Brumm (v.l.).

FEHMARN - loj/jh - Nachdem es einige Monate ruhig war um den Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes, haben die Damen der fünf Ortsvereine Burg, Petersdorf, Meeschendorf, Landkirchen und Bannesdorf bei einem Pressetermin gestern ihre neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen Klaus-Groth-Schule vorgestellt.

Ute Constabel vom Ortsverein Burg ist froh, dass der Kleiderladen wieder öffnen kann. Sie und ihre Mitstreiterinnen bedanken sich vor allem beim Kreisverband für die Anmietung der Räume. Bauliche Veränderungen seien nicht vorgenommen worden, es musste lediglich ein bisschen renoviert werden. Der Kleiderladen ist jetzt in hellen, modernen Räumen untergebracht und wirkt dem Bild einer Kleiderkammer entgegen. Die Kleidungsstücke sind ansprechend präsentiert und übersichtlich geordnet. „Wir sind dankbar für alle Kleiderspenden, die wir bekommen, aber was wir aktuell vor allem brauchen, sind Wintersachen für junge Männer“, betont Ute Constabel. Die Spendenbereitschaft der Fehmaraner sei ungebrochen freut sie sich. Die ehren- und hauptamtlichen Helfer haben in den letzten Wochen mehr als 250 Arbeitsstunden investiert, um den Laden herauszuputzen. Dennoch sind so viele Sachen noch nicht sortiert worden, weil immer noch zu wenig Helfer vor Ort sind. Daher freuen sich die Damen des DRK über jede Unterstützung.

Mit der Kleiderkammer hat der neue Laden nichts gemein. Die DRK-Farben Rot und Weiß dominieren die Ausstattung, Lamellenvorhänge schützen vor neugierigen Blicken von außen. Einkaufen kann hier wirklich jeder, das Geschäft richtet sich nicht nur an sozial Schwache oder Migranten. Momentan beschränken sich die Öffnungszeiten auf mittwochs von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Zukünftig würden die Damen gerne drei Tage in der Woche öffnen.

Zum Pressetermin war auch Martin Broziat vom Vorstand des DRK-Kreisverbandes Ostholstein anwesend. Dass die Arbeit des DRK-Kleiderladens wieder aufgenommen werden kann, freut ihn besonders, wie er erklärt: „Die Schließung des alten Standortes hat mir schon ein bisschen wehgetan, weil viel Arbeit und Engagement darin gesteckt hat.“ Auf der anderen Seite war dies die Gelegenheit für das DRK, einen nötigen „harten Schnitt“ zu tätigen, um Neuem Platz zu machen. „Das haben wir geschafft, wir haben keine Kleiderkammer mehr.“ Weiterhin erläutert Martin Broziat die zukünftigen Pläne. Die Betreiber möchten hier gerne einen Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger aufbauen. Das schließt unter anderem medizinische Beratung oder ein Lotsenprogramm mit ein. Zudem soll ab Februar eine Migrationsberatung vor Ort eingerichtet werden, wie sie in Oldenburg und Neustadt bereits vorhanden sind. Dort wird Asylbewerbern geholfen, die Schwierigkeiten des Alltages zu bewältigen: Wo kaufe ich ein? Wie bekomme ich eine Busfahrkarte? Hilfe bei Behördengängen und Ähnliches sind geplant. Das DRK-Zentrum freue sich sehr, dass der Service nun auch auf Fehmarn angeboten werden kann. Die Mitarbeiterin, die hier eingesetzt wird, wird vom Land Schleswig-Holstein finanziert. So lange die Beratungsangebote im Aufbau sind, hilft Helga Behrens, wo immer sie kann. Die ehemalige Krankenschwester ist mittlerweile hauptsächlich ehrenamtlich tätig und betreut verschiedene Projekte.

Besonders Marlene Brumm vom Ortsverein Petersdorf lobt die Lehrkräfte, die den Asylbewerbern Deutschunterricht erteilen. Ein Lehrer habe telefonisch nachgefragt, ob er mit einigen Schülern vorbeikommen könne. Der Kurs benötigte Kleidung. „Genau so wünschen wir uns das. So können die Kunden in Ruhe schauen und wir behalten den Überblick.“

Im Sommer wollen die Verantwortlichen gerne einen Tag der offenen Tür anbieten, um sich selbst und ihre Angebote vorzustellen. Bis dahin freuen sie sich über jede helfende Hand und jede Kleiderspende. Auskunft erteilen die einzelnen Ortsvereine: Ute Constabel für Burg  0 43 71 / 55 60, Marlene Brumm für Petersdorf  0 43 72 / 10 85, Erika Lüthje für Meeschendorf  0 43 71 / 38 97, Marianne Maaß für Landkirchen  0 43 71 /86 45 41 und Gerda Stau für Bannesdorf  0 43 71 /13 20.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.
Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.