STRABAG Real Estate will das Areal am Südstrand entwickeln / Vorstellung der Pläne Anfang 2021

Neuer Investor für „Spielwiese“

Gewohnter, aber unschöner Anblick am Südstrand: Dem „Haus des Gastes“ soll im Zuge des Verkaufes der „Spielwiese“ wieder Leben eingehaucht werden.
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Gewohnter, aber unschöner Anblick am Südstrand: Dem „Haus des Gastes“ soll im Zuge des Verkaufes der „Spielwiese“ wieder Leben eingehaucht werden.

Fehmarn – Von Manuel Büchner – Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die „Spielwiese“ am Südstrand in Burgtiefe wird verkauft. Der holländische Investor, die van-Herk-Gruppe, ist bereit, das 25000 Quadratmeter große Areal zu veräußern. Käuferin soll die STRABAG Real Estate (SRE) GmbH aus Österreich sein, mit deutschem Firmensitz in Köln. Über den Kaufpreis gibt es bisher keine Angaben. Die Investorin aus Rotterdam hatte Anfang 2008 für die Fläche, zu der auch das unter Denkmalschutz stehende „Haus des Gastes“ samt Grundstück (4000 Quadratmeter) gehören, 3,8 Millionen Euro bezahlt.

  • SRE vereinbart Exklusivität mit der van-Herk-Gruppe
  • "Haus des Gastes" soll Teil der Planungen sein
  • Nichts Konkretes zur Planung

14 Jahre nach einem Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung, das Grundstück zu verkaufen, um es von einem Investor entwickeln zu lassen, kommt erstmals richtig Bewegung in das Thema. Die Immobilienentwicklerin will bereits Anfang 2021 ihre Pläne den Stadtvertretern öffentlich vorstellen und dann den Vertrag mit der Verkäuferin unterschreiben. Die SRE habe mit der van-Herk-Gruppe Exklusivität vereinbart, so Bürgermeister Jörg Weber (SPD). Das bedeutet, dass die Eigentümerin aus Rotterdam momentan nicht mit anderen Kaufinteressenten in Verhandlungen treten darf.

„Uns gibt es Sicherheit, dass etwas passiert, und der SRE gibt es eine Basis, Geld für die Planung in die Hand zu nehmen“, so Weber, der seit seinem ersten Tag als Verwaltungschef den Auftrag gehabt habe, Bewegung in die festgefahrene Situation zu bringen. „Hätte die Politik Nein gesagt, hätten wir die Gespräche eingestellt.“ Werbers persönliche Meinung: „Einer der schönsten Orte an der Ostseeküste hat die jetzige Situation nicht verdient.“ Er spielt damit insbesondere auf das immer weiter verfallende „Haus des Gastes“ an, das Teil der Planungen sein werde.

Warum hat es gerade jetzt geklappt?

Warum es gerade jetzt geklappt hat? Weber und Bauamtsleiter Benjamin May können nur spekulieren. „Es musste etwas geschehen beziehungsweise ein Verkauf erfolgen“, so Weber, der froh ist, dass die Stadt – auch mit Unterstützung der Politik – die „Zügel angezogen hat“.

May: „Man kann niemanden zum Verkauf zwingen.“ Eine Rückkaufoption hat die Stadt bekanntlich nicht, eine Bauverpflichtung wurde auch nicht vertraglich festgehalten. „Wir lernen aus der Geschichte“, kommentiert der Baumamtsleiter kurz und trocken.

Der Versuch, Druck aufzubauen, sei mühselig gewesen – ebenso, Antworten zu bekommen, sagt Weber. „Das hat sich in diesem Jahr verändert.“ May spricht von einer „konstruktiven Gesprächsatmosphäre“, einer Gesprächsebene, die sich im Laufe der Zeit verbessert habe.

Konkretes zur Planung wollen beide nicht preisgeben, auch die SRE hüllt sich auf Nachfrage noch in Schweigen. „Deutschland und insbesondere die Ostküste erfreuen sich als Ferienziel wachsender Beliebtheit. Da wir auf Fehmarn Tourismus-Potenzial sehen, prüfen wir eingehend das Grundstück am Südstrand“, sagt Ulrica Schwarz, SRE-Bereichsleiterin Hamburg.

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