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Neues Reitsportzentrum auf Fehmarn: „Erhebliche Preissteigerungen“

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Von: Lars Braesch

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Fehmarn Reitsportzentrum
So könnte das neue Reitsportzentrum am östlichen Ortsausgang von Burg einmal aussehen. Geplant sind ein Turnierplatz, eine Haupthalle mit Richterturm (hinten) sowie eine Vorbereitungshalle. © Maxi Christin Kordts / Architekturbüro Köhler

Beim neuen Reitsportzentrum auf Fehmarn kommt es zu erheblichen Preissteigerungen. Der Vorsitzende des Fehmarnschen Ringreitervereins, Hinrich Köhlbrandt, gab einen einen neuen Zwischenstand.

Fehmarn – Bekanntlich wird der Fehmarnsche Ringreiterverein (FRRV) ein neues Reitsportzentrum am östlichen Ortsausgang von Burg bauen. Der Verein plant mit einer Investitionssumme von 6,4 Millionen Euro. „In der Baubranche sind die Kosten durch die Coronapandemie und den Krieg in der Ukraine explodiert“, erklärte FRRV-Vorsitzender Hinrich Köhlbrandt am Donnerstag. Derzeit sei es zweifelhaft, dass alle Wünsche des Vereins erfüllt werden können. 

Priorität haben der Reitplatz und die neue Haupthalle

Hinrich Köhlbrandt, Vorsitzender des Fehmarnschen Ringreitervereins

„Priorität haben der Reitplatz und die neue Haupthalle“, so Köhlbrandt. Am Donnerstag gab der Vorsitzende des Fehmarnschen Ringreitervereins einen Zwischenstand über das Megaprojekt. 

Wir gehen davon aus, dass es erhebliche Preissteigerungen geben wird und müssen dann schauen, wo wir Abstriche machen können.

Hinrich Köhlbrandt, Vorsitzender des Fehmarnschen Ringreitervereins

Drei Gewerke Hallen, drei Reitflächen mit Ebbe-Flut-System sowie die Außenanlagen habe der FRRV bekanntlich ausschreiben können. „Für die Erdarbeiten und die Reitflächen liegen uns konkrete Angebote vor. Bis Anfang Juni erwarten wir Angebote für den Hallenbau. Dann werden wir sondieren und prüfen“, berichtete Köhlbrandt. Erst dann wisse man, welche Kosten auf den Verein zukämen. „Wir gehen davon aus, dass es erhebliche Preissteigerungen geben wird und müssen dann schauen, wo wir Abstriche machen können“, rechnete Köhlbrandt vor. 

Fehmarnsche Firmen werden beim Neubau ebenfalls beteiligt sein. „Bevor wir jedoch einen Auftrag an eine Firma vergeben können, muss der Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro vom Land vorliegen. Vorher dürfen wir keine Aufträge vergeben“, erläuterte der Vereinsvorsitzende. 

Prüfung beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein abgeschlossen

Die Prüfung beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein sei abgeschlossen, das Projekt liege nun im für Sport zuständigen Kieler Innenministerium. So könne sich das ganze Projekt zeitlich noch ein bisschen nach hinten schieben. Zeitlich hätte der Verein kein Interesse schnell zu bauen. „Wir müssen uns danach richten, was uns zur Verfügung steht“, bilanzierte Köhlbrandt. 

Weiterhin setzt der Verein auf die Förderung vom Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und vom Kreissportverband Ostholstein (KSV). Der LSV wird das Projekt mit 90000 Euro, der KSV mit 25000 Euro fördern. 

„Wir hoffen, dass wir hier zweimal gefördert werden“, sagte Köhlbrandt. Bei der Sportförderung müssen zwischen den einzelnen Förderungen mindestens drei Jahre liegen. Weiterhin werde das Projekt als Ganzes betrachtet. 

Fehmarn Reitsportzentrum
Vom Richterturm aus können sowohl in der Halle als auch auf dem Turnierplatz Prüfungen gerichtet werden. © Maxi Christin Kordts / Architekturbüro Köhler

„Wir können leider keine einzelnen Gewerke fördern“, bedauert Fehmarns Reitchef. Würde das Reit-
sportzentrum erstmalig gefördert werden, so könne dieser Förderungsbetrag für den Baubeginn genutzt werden. 

Zum Glück sei der Verein beim Thema Straße raus. Die Stadt Fehmarn baut die Zufahrt zum neuen Reitsportzentrum und der FRRV überweist dafür seinen Eigenanteil von 200000 Euro. 

„Auch hier ist es zu Kostensteigerungen gekommen. Wir haben mit einer halben Million Euro geplant und hätten die Straße nach einem Jahr wegen der Verkehrssicherungspflicht an die Stadt übergeben müssen. Das hätte kein Sinn gemacht“, meint der Bauherr. Für den Bau der Straße hätte die Stadt noch keine Zeitschiene. Der Verein sei nicht von der Straße abhängig.

Trotz einer Reihe von Fragezeichen ist Hinrich Köhlbrandt fest davon überzeugt, das Projekt realisieren zu können. 

„Wir müssen es jetzt auch, da wir unsere alte Fläche verkauft haben. Mit dem Kaufhaus Stolz als Investor sind wir in guten Gesprächen, sodass ich momentan von einem nahtlosen Übergang ausgehe“, betonte Köhlbrandt.

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