Fehmarnsundquerung: Stadt Fehmarn und DB mit unterschiedlicher Wahrnehmung

Nichts Neues am Sund

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Bis zum Ende des Jahres soll feststehen, wie eine neue Sundquerung aussehen und was mit der alten Fehmarnsundbrücke passieren soll.

Fehmarn – Von Andreas Höppner Der Tag, an dem die Deutsche Bahn bekannt gibt, wie die neue Feh- marnsundquerung aussieht und wo sie verläuft, rückt näher. Bis zum Jahresende soll diese Entscheidung gefallen sein. Auch darüber, wie es mit der alten Sundbrücke weitergeht. Bis Ende Oktober soll es schon die Auswahl der verschiedenen Hauptvarianten geben.

Am vergangenen Mittwoch, einen Tag vor der Sitzung der Stadtvertretung, waren Vertreter der Deutschen Bahn in Burg, um die Stadtverwaltung und die einzelnen Fraktionen über den aktuellen Stand der Planungen zu unterrichten. Für Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und die Vertreter der politischen Parteien verlief die Veranstaltung „enttäuschend“. Neue Erkenntnisse habe es nicht gegeben, „es war keine gute Veranstaltung für uns“, so Bürgermeister Jörg Weber in der Sitzung der Stadtvertretung.

Für Marco Eberle war eine „reine Farce“

„Alle Jahre wieder – es gab keinen echten Zugewinn an Information“, kritisierte Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne). Ihr Fraktionskollege Marco Eberle kanzelte die Info als „reine Farce“ ab. Regionalmanager Jürgen Zuch gestand der Bahn zwar zu, informiert zu haben, als „kommunale Beteiligung“ könne das Ganze aber nicht gesehen werden, kritisierte er. Die Deutsche Bahn kommt zu einer etwas anderen Einschätzung. „Wir haben die Kommunalvertreter über den weiteren Verlauf der Variantenentscheide bis hin zur Findung der Vorzugsvariante informiert und erstmalig in der Tiefe zu den dazu einfließenden Kriterien (230) ausgeführt sowie angeregt, sich mit eigenen Vorschlägen einzubringen“, berichtet Bahnsprecher Peter Mantik. „Wir haben den Kommunalvertretern am Mittwoch keine Pläne von geplanten Varianten vorgelegt“, so Mantik, der auf die Bürgerinformation morgen Abend (1. Oktober) um 19 Uhr in der Mensa der Inselschule verweist (wir berichteten). Auch dort werde die Deutsche Bahn keine Pläne vorlegen, aber über die einfließenden Bewertungskriterien und Wünsche der Region dazu sprechen. Mantik hofft auf eine starke Bürgerbeteiligung und versichert, dass die Planungsbüros die von den Bürgern vorgebrachten Wünsche „mit den eigenen Kriterien noch abgleichen“.

Weber wirbt für Teilnahme an Bürgerinfo

In der Sitzung der Stadtvertretung empfahl auch Bürgermeister Jörg Weber den Bürgern, die Chance wahrzunehmen, an dem Infoabend der Deutschen Bahn teilzunehmen und sich aktiv einzubringen.

Gleichwohl hält das für die Stadt Fehmarn und die Gemeinde Großenbrode zuständige Regionalmanagement die für eine angemessene Beteiligung der Region zur Verfügung stehende Zeit für „sehr, sehr knapp bemessen“. Eine Beteiligung, „die diesen Namen verdient“, sei zeitlich kaum möglich, kritisiert Jürgen Zuch.

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