„Ich habe mir etwas mehr vorgestellt“ / Heute geht es weiter

Nick Schmahl derzeit Achter in Buenos Aires

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Nick Schmahl ist enttäuscht nach dem dritten Fehlversuch in Folge.

BUENOS AIRES - Von Marcus Christoph – „Ich habe mir etwas mehr vorgestellt.“ Nick Schmahl war mit seiner Leistung nicht zufrieden. Den ersten Durchgang der Weitspringer bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires am Freitag schloss der 17-jährige Fehmaraner, der für den TSV Heiligenhafen startet, als Achter von 16 Startern ab.

Gleich zum Auftakt legte Nick als erster Springer einen Satz von 7,13 Metern hin. Es folgten indes zwei Übertritte und ein Versuch, bei dem der amtierende Europameister den Absprung nicht fand. Am heutigen Montag ab 20.10 Uhr (MEZ) steht nun der zweite Durchgang mit erneut je vier Versuchen an.

Da der Wettbewerbsmodus vorsieht, dass bei den Startern die jeweils besten Weiten der beiden Wettkampftage addiert werden, dürfte es für den Nachwuchsspringer aus Todendorf schwer werden, doch noch einmal an die Medaillenränge heranzukommen.

Zum Vergleich: Der führende Australier Joshua Cowley schaffte eine Weite von 7,71 Metern. Dahinter folgen Lester Alcides Lescay Gay aus Kuba mit 7,65 Metern und Jason Donavan Tito aus Südafrika mit 7,59 Metern.

Selbst wenn Nick heute einen erneuten Riesensprung von 7,60 Metern wie bei den Europameisterschaften im ungarischen Györ hinlegt, müsste er zudem darauf hoffen, dass die derzeit Führenden straucheln. Entsprechend fällt seine eigene Einschätzung aus: „Eine Medaille habe ich mir jetzt abgeschminkt. Aber ein paar Plätze weiter nach vorne, wäre schon nicht schlecht“, erläutert der 17-Jährige gegenüber der Heimatzeitung. Das sei an sich auch schon beim ersten Durchgang drin gewesen. Schließlich bewertet er die Sprünge als „an sich gut“. Aber: „Ärgerlich, dass ich beim Absprung ein kleines bisschen drüber war.“

So mischen sich Frust und Glaube an die eigene Stärke: „Natürlich ärgere ich mich. Aber es gibt ja noch einen zweiten Wettkampftag“, sagt Nick. Fehmarn und Heiligenhafen drücken heute die Daumen.

Marcus Christoph stammt aus Heiligenhafen und hat sein journalistisches Handwerk beim FT gelernt. Seit März 2009 ist er in Buenos Aires bei der deutschsprachigen Zeitung Argentinisches Tageblatt als Redakteur tätig.

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