Ferdinand und Norbert von der Notfallseelsorge
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Verstärkung für die Notfallseelsorge: Ferdinand auf dem Arm von Stephan Perner und Norbert auf der Schulter von Lars Schäckermann.

Unterstützer für die Notfallseelsorge

Norbert und Ferdinand auf Tour in Ostholstein

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Orang-Utan Ferdinand und Wichtel Norbert unterstützen die Notfallseelsorge Ostholstein. Dabei sind sie auch ein Türöffner, um über das schwierige Ehrenamt ins Gespräch zu kommen.

Fehmarn – Bei tragischen Todesfällen, Unfällen oder der Suche nach Vermissten ist sie zur Stelle: Die Notfallseelsorge des Kreises Ostholstein, die von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei angefordert werden kann. Der Fehmaraner Lars Schäckermann, der zum Team der Seelsorge gehört, fasst es ziemlich passend zusammen, wann er und seine Kollegen gebraucht werden: „Wenn einem akut der Boden unter den Füßen weggerissen wird.“

Wenn einem akut der Boden unter den Füßen weggerissen wird.

Lars Schäckermann

Zugleich über diese Arbeit zu berichten und die Allgemeinheit auf das Thema „Erste Hilfe für die Seele“ aufmerksam zu machen, sei ein schwieriges Unterfangen, weiß Stephan Perner, der als Leiter der Koordination Psychosoziale Notfallversorgung ebenfalls zum Team gehört.

Einen Türöffner für dieses schwierige Thema zu haben, kann ein probates Mittel sein. An der Stelle kommen Wichtel Norbert, Schäckermanns Begleiter, vorn auf dem Armaturenbrett, und Orang-Utan Ferdinand, der bei Perner auf der Rückbank seinen Platz hat, ins Spiel. „Sie begleiten uns auf dem Weg unserer ehrenamtlichen Tätigkeiten“, sagen beide mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Beide sind noch neu im Geschäft: Norbert seit Ende Dezember, und Ferdinand ist noch grüner hinter den pelzigen Ohren. „Er hat noch keinen Einsatz miterlebt, ist aber bereit“, lächelt Perner.

Vorrangig sollen das Fantasiegeschöpf, das bei „Clastia-Wichtel“ auf Fehmarn in unsere Welt gekommen ist, und der Regenwaldbewohner bei Einsätzen der Notfallseelsorge hinzugezogen werden, wenn Kinder beteiligt sind.  

Norbert und Ferdinand haben eine Facebook-Gruppe

Beim Kaffeetrinken hatten sich beide zudem überlegt, für Norbert und Ferdinand eine Facebook-Gruppe zu gründen, um regelmäßig über die Unternehmungen der beiden Plüschtier-Seelsorger zu berichten. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass sich das im Sand verläuft“, erinnert sich Perner. Weit gefehlt! Keine drei Wochen nach dem Start hat die Seite bereits fast 350 Likes abgestaubt. Nach einem Aufruf bei Facebook, Norbert einzukleiden, musste der gebürtige Fehmaraner Perner nicht lange warten: Einsatzkleidung in den Farben der Notfallseelsorge und ein Polo-Shirt für die Freizeit sind längst in der Mache – Norbert ist schließlich auch eingekleidet.

Im Zukunft wollen Perner und Schäckermann ihre beiden Nachwuchsseelsorger auch präventiv zum Einsatz bringen, beispielsweise in Grundschulen, um mit einem spielerischen Zugang das Thema Notfallseelsorge auch bei Kindern behutsam anzusprechen.

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