Landrat und Bürgermeister besuchen Kontrollstelle vor Fehmarn / Auch Jens Reise abgewiesen

Oberstes Ziel: Massenansturm verhindern

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Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (v.l.), Heiligenhafens Verwaltungschef Kuno Brandt und der Bürgermeister von Großenbrode, Jens Reise, machen sich ein Bild von der Kontrollstelle.

Großenbrode/Fehmarn – ra – Seit vier Wochen ist die Insel Fehmarn für Touristen abgeriegelt, gedeckt ist die Zwangsmaßnahme bekanntlich über das deutsche Infektionsschutzgesetz. Kontrolliert wird rund 200 Meter vor der Aral-Tankstelle auf der E47. „Täglich werden im Durchschnitt nur rund 15 Autofahrer abgewiesen. Das zeigt, dass die Öffentlichkeit sehr gut informiert ist“, sagte Polizeihauptkommissar Dennys Wormsdorf.

Am Donnerstagnachmittag machten sich die Bürgermeister von Fehmarn (Jörg Weber), Heiligenhafen (Kuno Brandt) und Großenbrode (Jens Reise) gemeinsam mit Ostholsteins Landrat Reinhard Sager vor Ort ein Bild von der Kontrollstelle, die bis mindestens 19. April aufgebaut bleiben wird.

Landrat Reinhard Sager im aufgestellten Behelfscontainer.

 „Ich danke der Polizei für ihren großartigen Einsatz in dieser vom Corona-Virus geprägten Zeit. Es ist oberstes Ziel, einen Massenansturm auf Ostholstein zu vermeiden“, sagte Sager. Jeweils vier Beamte vom Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz arbeiten im Drei-Schicht-System und sorgen dafür, dass nur diejenigen die Fehmarnsundbrücke passieren dürfen, die die Vorgaben des Landes erfüllen. „Dabei agieren wir mit Fingerspitzengefühl. Wer einen triftigen Grund hat, nach Fehmarn zu fahren, muss diesen genau erläutern“, sagte Dennys Wormsdorf.

Dass nicht jede Begründung von den Beamten sofort abgesegnet wird, musste Großenbrodes Bürgermeister am eigenen Leib erfahren. Jens Reise sei am Dienstag abgewiesen worden, als er eine seiner landwirtschaftlichen Maschinen zur Reparatur nach Fehmarn bringen wollte. „Glück- licherweise war Jörg Weber gerade vor Ort und konnte vermitteln“, berichtete Reise. Auch in den Gemeinden selbst finden derzeit mehr Kontrollen statt. „Unserer Bitte nach verstärkter Polizeipräsenz ist entsprochen worden“, erklärte Landrat Sager. Und Jens Reise ergänzte: „Eine so hohe Polizeipräsenz im Ort habe ich noch nicht erlebt – ich finde die Maßnahme sinnvoll. Dennoch hoffen wir alle, dass irgendwann die Normalität zurückkehrt.“

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