FFBQ: Für Fehmarn möglichst viel herausholen / Fertigstellung K 43 eine Frage des Geldes

Ohne Respekt geht es nicht

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Torsten Busch (l.), seit Mai 2018 für die CDU im Kreistag, war gestern Gast beim CDU-Politiktalk und diskutierte mit den Gästen und dem Veranstalter des Talks, Werner Ehlers (r.), zahlreiche politische Themen.

FEHMARN –  Von Reinhard Gamon Bei der Kommunalwahl im Mai 2018 konnte Torsten Busch aus Puttgarden das Direktmandat im Wahlbezirk Fehmarn-Ost/Burg erlangen und zog für die CDU-Fraktion als Newcomer in den ostholsteinischen Kreistag ein. Busch ist damit einer von aktuell 61 Mandatsträgern (CDU: 23, SPD: 15, Grüne: zehn, FDP: vier, AfD: vier, Freie Wähler: vier und ein fraktionsloses Mitglied), die im Kreistag tätig sind. Dazu kommen zahlreiche Tätigkeiten in Ausschüssen, Gremien und in Arbeitskreisen.

Nach rund sechs Monaten intensiver politischer Arbeit stellte sich Torsten Busch als Gast beim CDU-Politiktalk im Haus im Stadtpark zur Verfügung, um über aktuelle Themen der Kreispolitik zu berichten und zu kommunalpolitischen Themen Stellung zu nehmen.

Im Rahmen der politischen Arbeit auf den verschiedenen Ebenen halte er es für dringend geboten – ja, eigentlich für selbstverständlich –, nicht eigene Meinungen durchzusetzen, sondern ausnahmslos die Umsetzung dessen, was die Bürger wollen, voranzutreiben. Außerdem brachte der Puttgardener klar zum Ausdruck, dass der respektvolle Umgang untereinander in der Politik sehr wichtig sei.

Unrühmliche Ereignisse, wie im Dezember in der Stadtvertretung auf Fehmarn, nannte er „unschön“ und sagte: „Ich bin froh, in einem Kreistag als Angeordneter zu sitzen, in dem sich die Mandatsträger gegenseitig mit Respekt begegnen.“

Zum Thema Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) erklärte er, dass inzwischen in der Öffentlichkeit vorwiegend der Standpunkt vertreten werde, dass der Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark so nicht mehr verhindert werden könne. „Wichtig ist, dass wir versuchen, so viel wie möglich für Fehmarn herauszuholen“, so der Kreistagsabgeordnete.

Manfred Harländer, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Fehmarn, machte die Anmerkung, dass er sich sehr sicher darüber sei, dass im Falle einer Abstimmung eine entsprechende Mehrheit der Bevölkerung der Insel für das Projekt einer Festen Fehmarnbeltquerung sei. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Gastgeber der Veranstaltung, Werner Ehlers, ergänzte, dass es in dieser Hinsicht keinen Weg mehr zurück gäbe, wichtig sei aber eine gute Verkehrsanbindung der Insel zum öffentlichen Nahverkehr – letztlich auch die Anbindung zum Fährhafen Puttgarden.

Torsten Busch rief die Befürworter dazu auf, sich öffentlich bemerkbar zu machen. „Bisher sind es ausnahmslos die Gegner der Festen Fehmarnbeltquerung, die sich lautstark positionieren.“

Schulen im Kreis schlecht angebunden

Weiteres Thema war die sehr schlechte öffentliche Verkehrsverbindung der Schulen und Kreisberufsschulen in Ostholstein. Besonders schwer hätten es Auszubildende, die die Kreisberufsschule in Eutin besuchen. Dort sei auf jedem Fall Handlungsbedarf vorhanden. Für sinnvoll hält es Busch, den Bedarf neu zu ermitteln und Lösungsmöglichkeiten wie ein Anrufbus-System zu erarbeiten. Mit einem neuen Verkehrskonzept der Anbieter rechnet der Kreistagsabgeordnete erst nach der Fertigstellung der Beltquerung.

Bekanntlich wird die Kreisstraße 43 von Blie- schendorf nach Burg zwar nicht mehr vor Ostern, aber noch in diesem Frühjahr, für den Verkehr freigegeben. Der Christdemokrat verwies noch einmal auf die lange Bauzeit von insgesamt drei Jahren, stellte aber nochmals klar, dass von vornherein aus Gründen der Finanzierung diese Zeitschiene so gewählt wurde.

Inselklinik: „Genügend Fachärzte integrieren“

Busch sprach auch die Übernahme der Inselklinik durch Ameos an. „Die Vorstellungen des neuen Betreibers sind dem Kreis bekannt und hören sich gut an.“ Wichtig: „Es müssen genügend Fachärzte integriert und eine entsprechende Bettenbelegung gegeben sein.“ Auch der Leistungsumfang solle wachsen. „Ich wünsche mir, dass beim Wechsel des Arbeitgebers auch die Verträge für das Personal akzeptabel sind“, so Busch, der damit ein heikles Thema im Zuge des Wechsels von Sana zu Ameos ansprach.

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