Revisionsarbeiten im „FehMare“ / 450 Rauchmelder müssen ausgetauscht werden

Ohne Überraschung geht‘s nicht

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Nicole Finke von der Verwaltung des "FehMare" und Geschäftsführer Stephan Pospischil in der Sauna, die am 28. Januar den Betrieb wieder aufnimmt. 

Fehmarn - hö - Revision im „FehMare“. In den ersten Wochen eines jeden Jahres wird das Schwimmbad am Südstrand wieder auf Hochglanz gebracht. Schäden beseitigen, die technischen Anlagen auf Funktionsfähigkeit überprüfen und notfalls Teile ersetzen, aber auch immer wieder neue Ideen verwirklichen, um für die Nutzer attraktiv zu bleiben. Das ist eine Aufgabe nicht nur für Fachfirmen, sondern auch für „FehMare“-Geschäftsführer Stephan Pospischil und das rund 30 Personen starke Mitarbeiterteam.

2017 stand die Revision im Zeichen der Erneuerung der Fliesen, 2018 war der Wechsel der Fensterfront im Erlebnisbad eine große Herausforderung. In diesem Jahr ist es erforderlich, über 450 Rauchmelder auszuwechseln. „Alle sieben bis acht Jahre müssen die raus“, berichtet Pospischil. Eine Maßnahme, die mit rund 100000 Euro netto zu Buche schlägt. Ansonsten seien für dieses Jahr keine größeren Maßnahmen geplant gewesen, so Pospischil.

Genug Arbeit gibt es dennoch, denn zur Grundrei- nigung der gesamten Einrichtung gehört es auch, sämtliche Silikonfugen zu überprüfen und sie bei Bedarf zu erneuern. „Aufgehübscht“ wird in diesem Winter zudem der Bereich des Kinderbeckens. Mehr Farbe ist hier angesagt. So wird beispielsweise eine eher nackte, einfarbige Säule in eine mit vielen kleinen Mosaikfliesen beklebte Fläche verwandelt, die einen Leuchtturm darstellen soll.

Dass eine Revision aber nie ganz ohne eine Überraschung abgeht, musste Pospischil aber auch in diesen Tagen feststellen. Die Stehlager der beiden Wellenflügel im Meerwasserwellenbad waren so weit ausgeschlagen, dass sie ersetzt werden mussten. Glück im Unglück: Die Herstellerfirma mit Sitz in Heide gab es noch, sodass mithilfe der Metallbauer der heimischen Firma Grebien die defekten Lager ausgebaut wurden. Anschließend stand eine Tagestour an die Westküste an, wo – die glückliche Fügung wollte es so – noch zwei dieser Stehlager zur Verfügung standen.

Inklusive des Einbaus dieser Lager geht der Geschäftsführer des „FehMare“ davon aus, dass der für Instandhaltung und Wartung gesteckte Rahmen in Höhe von etwa 60000 Euro eingehalten werden kann. Zurzeit steht zudem noch die Überprüfung der im Keller des Gebäudes installierten technischen Anlagen auf dem Programm.

Läuft alles glatt, rechnet Stephan Pospischil damit, das mit Ostseewasser gespeiste Meerwasserwellenbad Mitte der nächsten Woche wieder befüllen und mit dem Betrieb des Meerwasser- sowie des Erlebnisbades am 11. Februar (Montag) starten zu können.

Mit dem Betrieb des Sauna- und Wellnessbereichs soll es bereits am kommenden Montag (28. Januar) losgehen. Aktuell werden hier noch die letzten kleinen Arbeiten durchgeführt.

An den Öffnungszeiten ab Februar wird sich nur geringfügig etwas in der Nebensaison ändern. Hier soll der Badbereich nur noch von 13 bis 19 Uhr geöffnet haben. „Von 19 bis 20 Uhr war kaum jemand im Bad“, begründet Pospischil die Anpassung. Der Saunabereich bleibt unverändert von 13 bis 22 Uhr geöffnet. Auch die Frühschwimmer finden zu den gewohnten Zeiten Einlass.

Bei den Besucherzahlen ist das „FehMare“ im vergangenen Jahr noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Der Jahrhundertsommer habe sich niedergeschlagen, so Pospischil. 2017 kamen rund 97000 Besucher ins „FehMare“, im vergangenen Jahr waren es etwa 5500 weniger. Pauschalverträge mit Beherbergungsbetrieben hätten den Rückgang der Besucherzahlen jedoch abgefedert, berichtete der Geschäftsführer des Bades.

Um die Zukunft der Einrichtung am Südstrand ist Pospischil nicht bange. Viel verspricht er sich dabei vom Projekt „FehMare 2020“, das er in der Sitzung des Tourismusausschusses am 26. Februar noch einmal vorstellen möchte. Es gehe darum, noch kunden- und zielorientierter zu handeln, um attraktiv zu bleiben und mögliche Abwanderungen zu verhindern, macht Pospischil deutlich, dass in das „FehMare“ weiter investiert werden muss. Hier sei ein breiter Konsens gefordert, erklärt Pospischil, der bereits seit November 2012 die Geschäftsführung des „FehMare“ innehat. 

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