Eine Ärztin simuliert mit einer Statistin ein Gespräch vor der Impfung
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Proben in Eutin den Ernstfall: Kreismitarbeiterin Cathleen Lübker (l.) im Anamnese-Gespräch mit Dr. Bettina Schultz, ärztliche Leiterin des Impfzentrums.

Letzte Absprachen und Proben vor dem Start der Impfung in Eutin

Es geht los: Corona-Impfstart in Eutin am Montag

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Am Montag (4. Januar) steigt Ostholstein in Eutin offiziell in die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech ein. Bis es mehr Impfstoff gibt, werden nur 60 Personen pro Tag geimpft.

Reges Treiben im ehemaligen Supermarkt am Markt 7-8 in Eutin am Sonnabendnachmittag (2. Januar). Hier sollen ab Montag (4. Januar) die ersten Personen mit höchster Priorität ihre erste von zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten, die zuvor Termine unter der Telefonnummer 116 117 oder auf impfen-sh.de für ihre zwei Impfungen ergattert haben. Denn die Nachfrage ist groß.

„Wir brauchen klare Ansagen aus Kiel.“ 

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager

Landrat Reinhard Sager, der sich am Sonnabend einen Eindruck verschafft hatte und selbst als Statist die vorherigen Probeabläufe unterstützte, bezeichnete die vordergründige Diskussion um mehr Impfstoff als sinnlos. „Wir müssen das, was wir haben, jetzt nutzen.“ Die Verantwortung für die Verteilung des Impfstoffes liege beim Bund, die Ausführung beim Land. „Wir haben jedenfalls geliefert“, so Sager und meinte damit den Aufbau der Impfzentren durch den Kreis, damit die Ostholsteiner in Eutin, Lensahn und Bad Schwartau geimpft werden können. Er forderte mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate: „Wir brauchen klare Ansagen aus Kiel.“

An allen drei Standorten wird es aber zunächst nicht losgehen. Dafür reicht der Impfstoff nicht. Nur in Eutin werden ab Montag, sieben Tage die Woche, von 13 bis 18 Uhr, stündlich in einer Impflinie zwölf Personen geimpft. Also 60 Ostholsteiner pro Tag. Theoretisch wären in Eutin 300 Personen am Tag möglich.

Betrieb der Impfzentren in Bad Schwartau und Lensahn wohl erst Mitte Februar

„Das Vorgehen werden wir wohl für die nächsten drei Wochen beibehalten“, sagte Gabriele Hebel, Leiterin des Fachbereiches Sicherheit und Gesundheit beim Kreis Ostholstein. Dann werde man schauen, ob mehr Impfstoff zur Verfügung stehe und gegebenenfalls die Impfzeiten erweitern. Die beiden anderen Standorte könnten womöglich ab Mitte Februar an den Start gehen, so Hebel.

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