Seestern im Sand am Strand von Niendorf
+
Wegen der Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen wird der Beginn des Tourismus-Modellprojektes in Ostholstein auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wegen steigender Infektionszahlen

Ostholstein legt Tourismus-Modellregion für unbestimmte Zeit auf Eis

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
    schließen

Das Tourismus-Modellprojekt Innere Lübecker Bucht wird nicht am 26. April starten. Steigende Infektionszahlen bremsen das Vorhaben aus.

  • Modellprojekt für den Tourismus wird erneut, diesmal auf unbestimmte Zeit, verschoben.
  • Sager: Äußerst dynamisches Infektionsgeschehen lasse keine andere Entscheidung zu.
  • Auch die Bäderregelung bleibt bis mindestens 2. Mai ausgesetzt.

Der Start der Tourismus-Modellregion Ostholstein wird wegen steigender Corona-Infektionszahlen auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies verkündete der Kreis heute Vormittag (21. April) in einer Pressemitteilung. Zuletzt hatte sich das Vorhaben bereits um eine Woche verschoben und sollte am am 26. April beginnen.

Die touristischen Akteure an der Ostseeküste haben mein ganzes Verständnis für deren extrem schwierige Lage.

Landrat Reinhard Sager

„Wegen der kontinuierlichen Inzidenzsteigerung und der zunehmend aufwändiger werdenden Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar, das Modellprojekt Innere Lübecker Bucht zu starten“, so der Ostholsteins Landrat Reinhard Sager. „Die touristischen Akteure an der Ostseeküste haben mein ganzes Verständnis für deren extrem schwierige Lage. Dennoch können wir vor dem Hintergrund des äußerst dynamischen Infektionsgeschehens keine andere Entscheidung treffen“, fügte er hinzu.

Weitere Verschiebung war bereits in der vergangenen Woche nicht ausgschlossen

Bereits in der vergangenen Woche hatte Sager erklärt, dass der Kreis die Entwicklung der pandemischen Situation in Ostholstein, aber auch anderenorts, beobachte, und die Verschiebung des Startpunktes für das Modellprojekt vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen nicht ausgeschlossen werden könne.

Ziel des vom Land ausgewählten Modellprojektes ist es, unter wissenschaftlicher Begleitung Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die Öffnung touristischer Angebote unter schwierigen Bedingungen und in einem Gebiet mit hoher touristischer Frequenz möglich ist, ohne Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen zu haben.

Ostholstein hatte in den letzten zehn Tagen stets eine Inzidenz von über 50, heute gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Wert von 76,8 an. Lübeck hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 58,2.

Bäderregelung mindestens bis zum 2. Mai weiterhin ausgesetzt

Die schleswig-holsteinische Bäderregelung bleibt weiter ausgesetzt. Das teilte Wirtschaftsministerium heute Vormittag mit. Zunächst gelte dies bis zum 2. Mai (Sonntag). Dies gilt auch für die Tourismus-Modellregionen Eckernförde und Schlei. Normalerweise startet jedes Jahr am 15. März die Tourismus-Saison in Schleswig-Holstein. In 95 Städten und Gemeinden im Land, vor allem an den Küsten, dürfen dann die Geschäfte auch sonntags öffnen.

Regelung zurzeit „weder sinnvoll noch notwendig“

Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz: „Auch, wenn wir bundesweit die geringsten Corona-Infektionszahlen haben, ist die Bäderregelung derzeit weder sinnvoll noch angesichts kaum vorhandener Übernachtungstouristen vorerst notwendig.“ Die entsprechende Änderungsverordnung wird heute veröffentlicht und tritt am Sonnabend (24. April) in Kraft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.