Bistro „Seekiste“ freut sich auf Gäste / 320000 Euro Investitionen / Strandkorbvermietung

Perle am Bojendorfer Strand

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So lässt es sich aushalten: Mareike Zickermann (v.l.), Marret Muhl, Jürgen Spreckels und Oliver Behncke nutzten die Gunst der Stunde und saßen die Liegestühle der "Seekiste" Probe.

Fehmarn – mb – Am anderen Ende Fehmarns, am Bojendorfer Strand, öffnete gestern die Terrasse der neuen „Seekiste“ erstmals fürs Publikum. 250000 Euro hatte der Tourismus-Service Fehmarn für seine Immobilie zuletzt in die Hand genommen, der neue Betreiber Jürgen Spreckels hat weitere 70000 Euro, unter anderem in eine neue Küche, investiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Die neue „Seekiste“ passt an den Bojendorfer Strand wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Spreckels, der seit drei Jahren auf Fehmarn lebt und zuvor in St. Peter-Ording aktiv war, hatte sich gegen vier Mitbewerber durchgesetzt. Er freut sich auf die Herausforderung, ist ein Macher, wie man so schön sagt. Anfang April hatte er erstmals die Ärmel hochgekrempelt, eine neue Küche einbauen lassen und im Außenbereich viel Neues für eine individuelle Note umgesetzt.

Tourismusdirektor Oliver Behncke, Mareike Zickermann, bei der Stadtverwaltung für Vertragsangelegenheiten zuständig, und Marret Muhl (CDU), Mitglied des Tourismusausschusses, waren hellauf begeistert. „Engagement, Mut und Ideenreichtum mit Blick fürs Detail sind lobenswert. Solche Leute brauchen wir“, so Behncke und erinnerte sich an die letzten Absprachen mit Betreiber Spreckels, der noch mit einem Fuß in seinem Büro gewesen sei und mit dem anderen bereits auf dem Grundstück, um sich erste Ideen zu überlegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Das sieht alles sehr hochwertig und individuell aus“, zollte Stadtvertreterin Muhl der Umsetzung viel Respekt.

Den Blick für Details hat Jürgen Spreckels allemal. Kleine Verzierungen hier und da, umgebaute Obstkisten als Tische, Lounge-Ecke, Lounge-Musik, Liegestühle mit Dünengras, Holzterrasse, schattige und sonnige Plätze, Spielplatz für die kleinen Gäste – um nur ein paar Dinge zu nennen. Das angrenzende öffentliche WC mit Backsteinfassade kleidete er mir nichts, dir nichts in die Holzoptik des Bistros ein.

Das verfügt über 60 Plätze im Außenbereich und rund 20 unterm Dach. Neben Getränken und Snacks jeglicher Art können sich die Gäste auf frisch zubereitete Fischbrötchen, Fish ‚n‘ Chips und bald auch Kuchen freuen sowie, hob der gebürtige Brunsbütteler extra hervor, einen Krabbenburger, „den es sonst nirgends gibt“. Nicht zuletzt bietet die „Seekiste“ auch Currywurst an. „Die Klassiker brauchen wir auch“, weiß der gelernte Koch und preist gleich mal seine selbst gemachte Currysoße an.

Darüber hinaus ist der Unternehmer, der vor Ort Longboards, Fahrräder und SUP-Boards verleiht, auch als Strandkorbvermieter aktiv. 45 nigelnagelneue Exemplare hat er sich angeschafft. „Für uns war klar, dass Gastronomie und Strandkorbverleih nur zusammen funktionieren“, so Behncke, der sich auf eine langjährige Zusammenarbeit freut. Das schaffe auch Kontinuität für die Gäste.

Zeit, die Spreckels auch bestens nutzen kann, denn Ideen hat der Unternehmer ohne Ende. Kleine Veranstaltungen mit Musik sind geplant, vielleicht regelmäßige Motorradtreffen und selbst nach der Saison im Oktober könnte die „Strandkiste“ am Wochenende für Kaffee und Kuchen ihre Türen öffnen – vielleicht sogar über die Weihnachtsfeiertage. Es bleibt spannend am anderen Ende Fehmarns.

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