Für Bauwerk-Elemente durch den Sund / Bahnsprecher: „Die Information ist nicht neu“

DB plant Fabrik für den Bau des Sundtunnels

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Die Deutsche Bahn plant eine Tunnelfabrik für die Elemente des Fehmarnsundtunnels. 

Fehmarn –Von Manuel Büchner– Fehmarn wird in Zukunft mit hoher Gewissheit gleich von zwei Seiten mit einem Tunnel flankiert: der Fehmarnbelttunnel nach Lolland und der Fehmarnsundtunnel zum deutschen Festland.

  • Langer Abwägungsprozess
  • Vorplanungsdokumentation in 69 Leitz-Ordnern abgeschlossen
  • Regionalmanager moniert schleppende Informationspolitik 

Letzteres Querungsbauwerk hatte sich erst im März, nach einem langen Abwägungsprozess durchgesetzt. 1701 Meter wird der Absenktunnel mit zwei Gleisen und einer zweispurigen Autobahn lang sein. Gerade wurde die Vorplanungsdokumentation abgeschlossen. „69 Leitz-Ordner“, so Bahnsprecher Peter Mantik.

Zusammengesetzt wird der Tunnel aus acht Elementen bestehen, deren Länge zwischen 200 und 223 Metern variiert. Wo werden die Tunnelteile gebaut? Jedenfalls nicht in der Tunnelelementefabrik, die noch für den Belttunnel in Rødbyhavn gebaut wird, so Mantik. Es soll eine eigene Fabrik gebaut werden. „Das Trockendock entsteht direkt am Sund auf der Großenbroder Seite“, so der Bahnsprecher. Eine Information, die nach Veröffentlichung im „Ostholsteiner Anzeiger“ am Montag für Überraschung bei Politikern und Verwaltungen gesorgt hatte.

„Die Information ist nicht neu“, so Mantik. Seit 2018 sei in mehreren Gremien, unter anderem beim runden Tisch Fehmarnsundquerung, darüber informiert worden. Dass die Fabrik in Rødbyhavn keine Option sei, habe drei Gründe, so der Bahnsprecher: Die Querschnitte zwischen Belt- und Sundtunnel sind unterschiedlich. Die Kapazitäten, aufgrund des zeitgleichen Baus, würden nicht ausreichen. Und: Für den Transport müsste der Fehmarnsund ausgebaggert werden. „Das ist aus Umweltgründen keine Option“, so Mantik und betont zudem, dass für das Trockendock keine zusätzliche Fläche gebraucht werde und die Fabrik auf der Linie der Trasse liege.

Regionalmanager Jürgen Zuch konnte sich auf Nachfrage an diese Information nicht so recht erinnern und monierte erneut die schleppende Informationspolitik der Deutschen Bahn. „Es ist klar, dass wir nicht bei jedem Planungsschritt informiert werden“, so Zuch, aber seit Bekanntgabe der Variante im März habe es keine Auskünfte zur weiteren Planung gegeben.

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