Studien, Diskurs, Proteste

Die Planung der festen Fehmarnbelt-Querung von 1991 bis Anfang 2006

Seit 1991 gibt es konkrete Pläne für eine feste Fehmarnbelt-Querung. Es gab Konferenzen in Lübeck, Nyborg, Kopenhagen, Malmö, Berlin, Hamburg, auf Lolland und auf Fehmarn.

1991: Der deutsche Baukonzern Bilfinger & Berger legt erste Studien für eine feste Fehmarnbelt-Querung vor. Baufirmen und Banken aus Deutschland, Dänemark und Frankreich gründen das Fehmarnbelt-Konsortium.

15./16.4. 1993: Die Verkehrsminister der nordeuropäischen Länder und Deutschlands treffen sich in Lübeck und einigen sich auf die Erstellung von Machbarkeitsstudien.

19./20. Mai 1994: In Nyborg wird beschlossen, ein optimiertes Fährschiffkonzept in die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung einzubeziehen.

1994 gründet sich das Aktionsbündnis gegen die feste Fehmarnbelt-Querung auf Fehmarn.

1995 beginnen die Untersuchungen.

16.3.1999: Gründung des 1. Fehmarnbeltforums.

20. April 1999: Vorstellung der Machbarkeitsstudie.

17. Mai 1999: Beltquerungs-Konferenz in Kopenhagen.

28. Juni 1999: Verkehrsminister Bernd Rohwer kommt nach Fehmarn.

12. Juli 1999: Die Gutachter beantworten Fragen in Wissers Hotel. Es handelt sich um die „größte Baustelle Europas“, heißt es. Ein Gutachter erzählt, vom Verkehrsministerium aufgefordert worden zu sein, Zahlen über die möglichen Arbeitsplatzentwicklungen hineinzuschreiben, obwohl der Gutachter eine solche Prognose für unmöglich hielt.

31. August 1999: Die sozio-ökonomische Studie wird vorgestellt.

13. September 1999: 1. Lalandia-Konferenz.

4. Oktober 1999: Beltquerungs-Konferenz der IHK in Hamburg: „Eine Chance für ganz Nordeuropa.“

29. 11.1999: Vorstellung des Gutachtens über die Auswirkungen auf den Fremdenverkehr. Fehmarn könnte während der Bauzeit Nachteile haben, wird angedeutet.

2. Dezember 1999: In den nächsten fünf Jahren läuft nichts, erklärt die dänische Regierung. Zunächst will das Königreich die bestehenden Transportnetze ausbauen.

5. Januar 2000: Der Naturschutzbund Deutschland fordert die Landesregierung auf, von dem Projekt Abstand zu nehmen.

6. Dezember 2000: Memorandum der Verkehrsminister Deutschlands, Dänemarks und Schleswig-Holsteins.

5. April 2001: Das Markterkundungsverfahren wird eingeläutet.

Juni 2002: Die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens werden vorgestellt.

8. September 2003: Beltkonferenz in Berlin.

23. Juni 2004: „Joint declaration“ der Verkehrsminister Deutschlands, Dänemarks und Schleswig-Holsteins. Die gemeinsame Erklärung der Verkehrsminister Stolpe und Hansen enthält noch kein Finanzierungskonzept und noch keinen Zeitplan.

Juni 2005: Weiteres Treffen der Verkehrsminister mit weiteren Verabredungen.

August 2005: EU-Gelder in Höhe von 450000 Euro fließen nach Ostholstein zur Schaffung einer Fehmarnbeltregion.

Oktober 2005: Die Stadtvertretung Fehmarn spricht sich gegen den Bau der Fehmarnbelt-Querung aus.

Januar 2006: Start des Umweltkonsultationsverfahrens. Ministerpräsident Carstensen und Wirtschaftsminister Austermann werben in Berlin intensiv für die Beltbrücke.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.