Mehrkosten von 700000 Euro entstehen / Diverse TSF-Maßnahmen müssen deshalb zurückgestellt werden

Promenade wird teurer als gedacht

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Der Bau der neuen Jachthafenpromenade wird teurer. Andere Projekte müssen deshalb erst einmal zurückgestellt werden.

FEHMARN -ra- Am Donnerstag (6. September) um 18.30 Uhr tritt der Tourismusausschuss der Stadt Fehmarn im TSF-Veranstaltungsraum in Burgtiefe zusammen. Beraten wird unter anderem über die Mehrkosten beim Ausbau der Binnensee- und Jachthafenpromenade. Mit 12,04 Millionen Euro hatte der Tourismus-Service für die nächsten Bauabschnitte kalkuliert, nach erfolgter Ausschreibung belaufen sich die Kosten nun auf rund 12,75 Millionen Euro. Da der Kreditrahmen des TSF im Zuge der Kostensteigerung dieser Maßnahme bereits ausgeschöpft ist, muss der Rotstift bei anderen Vorhaben angesetzt werden.

Einsparungen in Höhe von 704000 Euro werden vorgeschlagen, über die der Tourismusausschuss um die neue Vorsitzende Aileen Ehler (CDU) zu beraten hat. Die Erneuerung von 16 Strandzugängen (200000 Euro), der Bau einer WC-Anlage in Katharinenhof (190000 Euro) sowie veranschlagte 100000 Euro für einen Spielplatz am Südstrand sind die drei größten der insgesamt neun Posten, die im diesjährigen Investitionsplan des TSF eingespart werden sollen. „Wir hätten es ohnehin nicht geschafft, alle Maßnahmen noch in diesem Jahr umzusetzen“, sagte Tourismuschef Oliver Behncke, der betonte, dass die gestrichenen Projekte nur aufgeschoben werden. „Wir werden der Politik diese Maßnahmen in künftigen Investitionsplänen wieder vorlegen.“ Behncke, der über die gestiegenen Kosten alles andere als glücklich ist, rechnet mit einer Fertigstellung der neuen Promenade im späten Frühjahr 2020.

Spielwiese: Welcher Kurs wird eingeschlagen?

Ebenfalls Thema ist der Rückkauf der Spielwiese am Südstrand, für den sich die Stadtvertretung im Frühjahr dieses Jahres ausgesprochen hat. Obwohl der Rückkauf noch nicht vollzogen ist, „wird es von Seiten der Werkleitung des TSF als sinnvoll erachtet, die Diskussion weiter fortzuführen, um keine weiteren Verzögerungen aufkommen zu lassen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Bei der Deklarierung der potentiellen Hotelfläche zu einem dauerhaften Eventgelände würden sich diverse finanzielle Auswirkungen ergeben. Ein 600-Betten-Hotel würde eine Kurabgabe von rund 238000 Euro im Jahr generieren, „insgesamt ergeben sich langfristig nach unverbindlichen konservativen Schätzungen potentiell 270000 Euro Mindereinnahmen pro Jahr für Stadt und Eigenbetrieb“, sollte auf eine Hotelbebauung verzichtet werden.

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