Vorsitzende der SPD Fehmarn bestätigt / SPD stellt Weber als Bürgermeisterkandidaten auf

100 Prozent für Marianne Unger

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Der neue Vorstand der SPD Fehmarn und der Bürgermeisterkandidat (v.l.): Schatzmeister Hans-Jürgen Moller, die stellvertretenden Vorsitzenden Martina Wieske und Viktor zum Felde, Vorsitzende Marianne Unger (mit der altenSPD-Flagge von Landkirchen), Bürgermeisterkandidat Jörg Weber, Gleichstellungsbeauftragte Christa Höpner und Schriftführerin Inke Wessel.

Fehmarn – Von Nicole Rochell – 100 Prozent. Mehr geht nicht. 37 stimmberechtigte Mitglieder, 37-mal Ja für Marianne Unger, die mit diesem überzeugenden Votum im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend erneut an die Spitze der Sozialdemokraten auf der Insel gewählt wurde.

„Wir haben viel zu tun, wir haben viele Ziele“, motivierte Unger die Genossen im Saal nach über dreistündigem Austausch im Zeichen von Rück-, Ausblick und Ehrungen abschließend noch einmal dazu, gemeinsam mit ihr den bereits eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und auch künftig am Selbstverständnis der SPD, das sie auch in ihren Parteiprogrammen zu tradieren versucht, zu arbeiten.

Das Bekenntnis zur SPD sei unverkennbar und ungebrochen, spielte Marianne Unger auf die zahlreichen, langjährigen Ehrungen und die Tatsache, dass mit Birgit und Richard Eggert zwei neue Mitglieder im Kreis der Sozialdemokraten im Saal des Burgstaakener Schützenhofs begrüßt werden konnten, an.

Als ein Kernziel, vom Ortsverein als „Energiegeber für die Fraktion“ unbedingt weiterzuverfolgen, nannte Marianne Unger gegenüber dem FT das Thema bezahlbarer Wohnraum. Es sei wichtig, auch Menschen mit geringfügiger Beschäftigung Wohnraum anbieten zu können, so Unger, deren „Herzensding“ die Sporthalle in Landkirchen sei.

Auch als Stimme des schlechten Gewissens wolle der SPD-Ortsverein fungieren, so nötig, noch mal dort nachhaken, was andere nicht mehr anfassen wollten, so Unger und nannte am Mittwoch beispielgebend das Atoll im Bereich Jacht- und Erlebnishafen Burgstaaken.

„Wichtig ist uns auch, dass wir uns öffnen“, so die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, und sparte in diesem Zusammenhang den vollen Terminkalender nicht aus. Veranstaltungen wie Grünkohl-, Matjes- oder Frische-Suppe-Essen, aber auch informative Vortragsveranstaltungen sowie der SPD-Stammtisch an jedem zweiten Freitag im Monat oder der Frauenstammtisch am letzten Freitag eines Monats seien Veranstaltungen, die für alle Interessierten, unabhängig der politischen Couleur, jederzeit offen stehen würden.

Viktor zum Felde, der vorher bereits als stellvertretender Vorsitzender fungierte, wurde in seinem Amt bestätigt. An seiner Seite: Die ehemalige Organisationswartin Martina Wieske, die neuerdings als stellvertretende Vorsitzende wirken wird. Ihr voriges Amt tritt Anke Meyer an. Christa Höpner ist Geichstellungsbeauftragte. Schriftführerin Inke Wessel und Schatzmeister Hans-Jürgen Moller wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kassenrevisor wurde Jörg-Josef Wohlmann, der wie Heinz Jürgen Fendt als stellvertretender Vorsitzender ausgeschieden war.

Als Beisitzer wurden Britta Freiberg, Bernd Friedrichs, Gunnar Gerth-Hansen, Andreas Herkommer, Klaus-Dieter Kurdyk, Jutta Liebke-Guttzeit, Joachim Nottebaum, Bernd Remling, Rainer Schiwek, Manfred Schramm, Dirk Westphal und Clemens Rahlf gewählt.

Er ist es. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen: Jörg Weber wurde am Mittwochabend von der SPD Fehmarn als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Seit Mai 2015 als zweiter direkt gewählter Bürgermeister der Stadt Fehmarn bereits im Amt, gab es für Weber (SPD) wenig zu erklären. Die Genossen hatten kaum Fragen an ihren Bürgermeister, der seinen Hut für 2021 bekanntlich noch mal in den Ring geworfen hat. Jörg Weber rekapitulierte noch einmal „die angenehm-sachliche Atmosphäre“ im Rahmen der Infoveranstaltung der WUW Ende Januar. Das sei ein faires Klima gewesen.

„Mein Büro steht immer offen – und das wird auch gerne genutzt“, so Weber, der bekannte, sich zu freuen, wenn er auch die nächsten Jahre für Fehmarn wirken könne. Innerhalb von sechs Jahren könne man nicht viel bewegen. Was nicht zwingend alleinig an den Vorgängern liege. „Die öffentliche Verwaltung ist nicht die freie Wirtschaft. Es dauert alles länger.“ Für seinen Geschmack oftmals viel zu lang, so Weber, der nicht unbedingt für Gelassenheit bekannt sei, wie er selbst bekannte.

Mit 33 Ja-, einer Neinstimme und zwei Enthaltungen wurde Jörg Weber offiziell von der SPD als Bürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt. Mit dem Wahlergebnis war Weber zufrieden, äußerte jedoch einen Wunsch: die Wahl nach Möglichkeit so früh wie möglich durchzuführen. Jörg Weber will auf alles vorbereitet sein. Und sollte etwas schiefgehen – noch wisse man ja auch nicht, mit welchen Kandidaten man es eventuell zu tun bekomme, so Weber – dann wäre die Zeit von vier Wochen zwischen der Wahl und der neuen Amtszeit zu knapp, um sich notfalls neu orientieren zu können. „Mein Ziel ist es, so viel wie möglich Luft zwischen Wahl und Amtsantritt zu haben“, liebäugelte Weber mit einem Termin im Spätherbst.

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