Ludmilla Gorbulin hat den Burger Männergesangverein geprägt und erntet dafür Anerkennung

„Qualität des Chors verbessert“

Chorleiterin Ludmilla Gorbulin hat laut 1. Vorsitzendem Siegfried Abe das Niveau des Burger Männergesangvereins stark erhöht. Die Mitglieder dankten es ihr mit Blumen.

BURG (pl) • Der Burger Männergesangverein und die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 – wie das zusammenhängt, erklärte 1. Vorsitzender Siegfried Abe auf jüngster Jahreshauptversammlung im „Ton olen Bahnhof“ in Burg.

„Wir haben zwar alle mitgefiebert“, schob Abe voraus, um dann aber einzuschränken: „Allerdings hat uns die WM auch sehr in unserer Programmgestaltung behindert. An Konzerte war in dieser Zeit nicht zu denken.“

Nichtsdestotrotz kam der Sängerverein auf seine üblichen sechs Kurkonzerte im zurückliegenden Jahr, drei auf Fehmarn und drei in Heiligenhafen. Wobei den Sangesbrüdern die Lokalität in der Warderstadt – „Der Pavillon hat eine gute Akustik“ (Abe) – mehr zusagte als das Zelt am Südstrand. „Aber da müssen wir wohl auch in diesem Jahr wieder auftreten“, so Abe.

Neben den sechs Kurkonzerten bestritt der Burger Männergesangverein 14 weitere Konzerte, unter anderem den ersten gemeinsamen Auftritt mit dem Kindergarten „Wirbelwind“, der großen Anklang bei Fehmaranern und Gästen erfuhr und in diesem Jahr bereits erfolgreich wiederholt werden konnte.

Weiterer Höhepunkt im Programm 2006 des Burger Män-nergesangvereins war der Auftritt im Oldenburger Wallmu- seum. „Das ist immer eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Chören auszutauschen“, so Abe.

Die Sangesbrüder bestritten außerdem ein Konzert „zur Eigenwerbung“ im Burger Senator-Thomsen-Haus. „Das Programm war wirklich an- spruchsvoll, aber leider hatten wir nicht viel Publikum.“ Es sei zwar ein schöner Nachmittag gewesen, so Abe, doch überlege man noch, ob so eine Veranstaltung wiederholt werden sollte.

„Wir werden es mit starker Konkurrenz zu tun haben“

In guter Erinnerung blieb den Sangesbrüdern auch das Kreischorkonzert in Heiligenhafen, dessen diesjährige Auflage am 9. September auf Schloss Salzau stattfindet. Für diesen Termin hat sich der Verein Großes vorgenommen. Die Mannen werden an einem Sängerwettbewerb teilnehmen, und zwar in der schwersten von drei Leistungsklassen. In 20 Minuten muss der Chor ein plattdeutsches, ein modernes, ein volkstümliches und ein weiteres anspruchsvolles Stück in Gegenwart einer Prüfungskommission vortragen. „Wir werden es mit starker Konkurrenz zu tun haben, unter anderem mit den Polizeichören aus Lübeck und Kiel. Aber das ist eine gute Gelegenheit, um zu sehen, wo wir stehen“, so Abe.

Der 1. Vorsitzende zeigte sich durchaus zuversichtlich für den Wettbewerb und begründete dies vor allem mit der Arbeit von Chorleiterin Ludmilla Gorbulin. „Unter ihrer Leitung hat sich die Qualität des Chors erheblich verbessert, ich möchte sagen, Frau Gorbulin treibt uns regelrecht zu Höchstleistungen. Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit“, so Abe, und hob hervor, dass Gorbulin noch nie einen Termin – selbst kurzfristig anberaumte – abgesagt habe.

Gorbulin, aus dem westsibirischen Omsk stammend, leitet den Chor seit nunmehr vier Jahren. Die 33-Jährige ist ausgebildete Chorleiterin und Pianistin und trat die Nachfolge der Burgerin Sun Ahrendt an, die zwischenzeitlich die Insel verlassen hatte. Mit einem großen Blumengesteck dankten die Sangesbrüder ihrer Dirigentin auf jüngster Jahreshauptversammlung. Gorbulin, schüchtern und noch immer nicht jedes Wort verstehend, zeigte sich gerührt und willigte ein, den Chor auch in den nächsten Jahren zu begleiten.

Neben Peter Serck wurde auch Heiner Scheel für 15-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt, allerdings in Abwesenheit. Die Mitgliederzahl des Chors blieb alles in allem stabil, der Heiligenhafener Franz Rades konnte 2006 als neue Mitglied gewonnen werden.

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