Beste Windverhältnisse bei Fehmarn-Rund-Regatta / Blaues Band für Segeljacht „Ratzfatz“

„Ratzfatz“ um die Insel

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Auf der Kreuz vor der Fehmarnsundbrücke gab es viele Kopf-an-Kopf-Rennen.

FEHMARN/H‘HAFEN -ft- „Ratzfatz“ – der Name der siegreichen Segeljacht bei der diesjährigen Fehmarn-Rund-Regatta der Segler-Vereinigung Heiligenhafen (SVH) war Programm. Bei besten Windbedingungen schafften Eigner Andreas Rohde (SVH) und die Crew der „Ratzfatz“ den 42 Seemeilen langen Kurs um die Insel Fehmarn in sagenhaften fünf Stunden, 40 Minuten und drei Sekunden gesegelter Zeit. Damit konnte Andreas Rohde den großen Pokal als Sieger in der Gruppe OSC V sowie das Blaue Band für das schnellste Schiff sein Eigen nennen.

Noch schneller war allerdings der Trimaran von Frank Bode, der die Umrundung der Insel in fünf Stunden und 17 Minuten schaffte, aber nicht in die Wertung kam, da nur Einrumpfboote gewertet wurden.

Über die Startlinie bei der Seebrücke vor Heiligenhafen waren bei vier Starts 55 Jachten gegangen. Der Kurs ging rechts herum um die Insel Fehmarn. Erste Wendemarke war die Tonne Kiel-Fehmarnsund-Weg, die an Steuerbord zu passieren war. Weiter ging es zu den Tonnen Puttgarden 1 sowie Puttgarden 2 und der Tonne Staberhuk-Ost, die ebenso wie die folgende Tonne Fehmarnsund-Ost an Steuerbord umrundet wurden. Bei guten Winden um vier bis fünf Beaufort aus Südwest konnten gute Geschwindigkeiten mit großen Segeln erreicht werden. Von Staberhuk gelang manchen Schiffen noch ein Anlieger bis zu Ansteuerungstonne des Fehmarnsunds, dann spielten sich auf dem Kreuzkurs viele Kopf-an-Kopf-Rennen ab, wo die richtige Taktik gefragt war, um einige Meter gutzumachen. Auf der Mole von Puttgarden, am Strand des Fehmarnsunds und auf der Seebrücke genossen viele Menschen das Segel-Event, das bei klarem Wetter gut verfolgt werden konnte. Auf der Heiligenhafener Seebrücke hatten sich schon zu früher Morgenstunde viele Schaulustige versammelt, um die Starts mitzuerleben. Dabei waren die Segelhinweise und die Jachtbeschreibungen von Joachim Schmidt-Uwis sehr hilfreich.

Alles im Griff hatten SVH-Sportwart Henry Baßmann, der die Schiffe startete, sowie seine Zeitnehmer. Auch mit seiner ersten Einschätzung, dass die schnellste Jacht rund sechs Stunden für die Umrundung der Ostseeinsel benötigen würde, lag Baßmann goldrichtig. Es wurde schon langsam dunkel, als der Sportwart auf dem SVH-Hafengelände die Siegerehrung einleitete. Preise gab es für die ersten drei Gewinner jeder Gruppe. Der jeweilige Sieger durfte sich über einen überdimensionalen Pokal freuen. Aus der Gruppe der schnellen Racer (OSC V) wurde Vorjahressieger Jan Peters (SVH) mit der „Adamas“ Zweiter hinter Andreas Rohde und „Ratzfatz“. Platz drei ging an Klaus Schütte und „Claxpax“ von der Seglervereinigung Travemünde.

Große Siegerehrung auf dem SVH-Gelände.

In der Yardstick-Gruppe II waren wieder SVH-Jachten vorn. Stefan Meining („Na und“) konnte den Siegerpokal in Empfang nehmen. Auf Platz zwei kam die „Winner 9“ von Jörn Carstensen. Der dritte Platz ging an Lutz Pouplier und „Tsunami“ (SGV/SVH). Sieger der Gruppe OSC III wurde Holger Much mit der „Ildre“ (SVH). Auf Platz zwei kam die Damencrew der „Ohlala“ mit Steuerfrau Hannelore Schäfer (SVH). Platz drei ging an die Comfortina von Andreas Peschow vom Potsdamer Yachtclub. Die Sieger in der Gruppe OSC IV sind Andreas Grasteit und „Grace“ (Lübecker Yachtclub) auf Platz eins, dahinter Hauke Moje mit „Quiron“ (Kieler Yachtclub) und die SVH-Jacht „Elfe of New York“ von Jan Heinritz.

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