Konferenz / EU-Projekt endet 2018 / Viele Tourismus-Themen auf der Insel angeschoben

React für Fehmarn ein Gewinn

+
Mit dem Fahrrad aus der Fähre fahren: Bis zu 70 Teilnehmer nehmen an den geführten Touren auf Fehmarn und Lolland teil.

FEHMARN -mb- Nach drei Jahren geht am 31. Dezember das durch die Europäische Union geförderte deutsch-dänische Interreg-Projekt React zu Ende. Auf einer abschließenden Konferenz sollen nun die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt werden. Unter den zwölf Partnern rund um den westlichen Teil der Ostsee ist auch Fehmarn, vertreten durch den Umweltrat. Spricht man Beate Burow aus dessen Geschäftsstelle auf das EU-Projekt an, ist sie hellauf begeistert.

Das Thema, das sozusagen den Nährboden für alle Aktionen bildet, ist „Special Interest“ – Tourismus, der sich auf konkrete Zielgruppen einschießt. Ziel sei es, den besten Urlaubsort des Nordens für aktive Ferien an der Küste zu schaffen, und sich dabei auf einzelne Tourismusthemen zu konzentrieren, erklärt Katja Lauritzen, Geschäftsführerin des Vereins Ostsee-Holstein-Tourismus. Mit Wandern, Radfahren, Wassersport, Angeln und Strand hatten sich die Teilnehmer im Vorwege auf fünf Themen geeinigt. „Diese fünf Bereiche verbinden unsere gesamte Region miteinander“, so Lauritzen.

„In allen Bereichen sind wir mit dabei“, betont Beate Burow nicht ohne Stolz und zählt auf FT-Nachfrage kurzerhand aus dem Stegreif auf: Das Kite- und Surfkonzept sei durch das Projekt finanziert worden, ebenso der neue Angelguide für Fehmarn und Lolland, den es bereits gedruckt im Rathaus und beim Tourismus-Service Fehmarn gibt und der bald auch digital zur Verfügung stehen werde. Auch die neue Fahrradkarte mit den Ateliers und Galerien auf Lolland und Fehmarn sei durch React realisiert worden, so Burow, die zudem die geführten Radtouren auf Fehmarn und der dänischen Nachbarinsel nicht unerwähnt lässt. „Bis zu 70 Teilnehmer sind am Start.“

Ein weiteres Vorhaben heißt Bike-Friends. Museen, Gastronomie, Geschäfte, Kirchen melden sich an und können mit einem Aufkleber kennzeichnen, dass sie für Fahrradfahrer eine Luftpumpe und Flickzeug bereithalten, wenn die es unterwegs benötigen. „Wir haben sogar zwei Fahrrad-Reparatur-Stationen gekauft, die wir in unterversorgten Gebieten aufstellen werden“, freut sich Burow über die Anschaffung dank des React-Projektes.

All dies sei noch längst nicht alles – bis zum Ende des Jahres können noch Gelder abgerufen werden, hebt die städtische Mitarbeiterin hervor. Unter anderem ist auch das Surfleitsystem „Die gelbe Planke“ noch in der Mache und soll zur nächsten Saison umgesetzt werden. „Die Wassersportler werden zu den coolen Spots gelenkt, gleichzeitig werden sensible Naturbereiche geschützt“, erklärt sie und spricht von einem „geordneten Nebeneinander von Wassersport und Natur“.

Das Projekt wird von Interreg Deutschland-Danmark durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Weitere Partner sind unter anderem die Tourismus Agentur Lübecker Bucht und die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein. React ist eine Abkürzung und steht für „Resort for Active Coastal Tourism“. Wer Interesse hat, kann an der Konferenz teilnehmen. Sie findet am 15. November (Donnerstag) im Hotel Scandic in Sønderborg von 10 bis 15.30 Uhr statt. Anmeldungen sind auf www.react-baltic.eu möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.