Neujahrsempfang von Scandlines in Berlin / Fehmarns Vertreter suchten das Gespräch

Reederei mit langem Atem

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Neujahrsempfang der Reederei Scandlines: Rund 80 Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen in die Berliner Vertretung des Landes zusammen. Einer der Redner war der grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz. 

Berlin/Fehmarn – mb – Beim traditionellen Neujahrsempfang der deutsch-dänischen Reederei Scandlines kamen am Donnerstagabend etliche Gäste in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund in Berlin zusammen, um über die Entwicklungen der Reederei zu berichten und sich zu informieren. Zu den rund 80 geladenen Gästen gehörten neben Geschäfts- und Kooperationspartnern auch Ostholsteins Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU). Als Redner nahmen Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, Ingbert Liebing (CDU), und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dr. Konstantin von Notz, an der Veranstaltung teil. Von Fehmarn waren Bürgermeister Jörg Weber (SPD), Jürgen Zuch, Regionalmanager für die Feste Fehmarnbeltquerung, Fehmarns 1. Stadtrat, Heinz Jürgen Fendt (SPD), und Hendrick Kerlen, Vorsitzender des Aktionsbündnisses gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung, am Empfang teil.

Staatssekretär Liebing sprach als Hausherr die Begrüßungsworte und läutete damit den festlichen Abend ein. „Scandlines gehört zu den Vorreitern ökologischer Seeverkehre. Mit sechs Hybridfähren zeigt die Reederei, was möglich ist. Umweltfreundlichere Antriebstechnologien wollen wir auch mit Flüssigerdgas (LNG) unterstützen und setzen deshalb auf den Bau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel“, so Liebing. Auch dieses Beispiel zeige, wie man die eigene maritime Kompetenz stärken könne. „Bei uns soll die Hafenwirtschaft Zukunft haben, auch die Fährverkehre.“

Dr. Konstantin von Notz fand ebenfalls lobende Worte für das Unternehmen. „Scandlines betreibt eine der saubersten Fährflotten der Welt. Vor diesem Hintergrund ist das starre Festhalten an den Plänen für das ökologische wie ökonomische Hochrisiko-Projekt Feste Fehmarnbeltquerung noch unverständlicher.“

Kämpferisch und zuversichtlich gab sich Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen und sprach von einem langen Atem mit Blick auf die Geschäfte der Reederei. „Unsere Perspektive reicht weit länger als ein eventueller Tunnelbau. In den kommenden Jahren werden wir unsere Bemühungen für eine grünere Verkehrsmaschine weiter intensivieren.“

Für Weber, Zuch und Fendt bot die Veranstaltung in der Bundeshauptstadt die Möglichkeit für Gespräche mit vielen Bundestagsabgeordneten. „Wenn wir mit unseren Anliegen einmal nicht beim Land weiterkommen, können wir geknüpfte Kontakte in Berlin immer gut gebrauchen“, so Weber gestern gegenüber dem FT. Auch das Betroffenheitspapier zur Hinterlandanbindung habe man in die Diskussionen eingebracht, ergänzte Zuch. Das Papier soll laut Geschäftsstelle des Dialogforums zur Festen Fehmarnbeltquerung am 14. Februar dem Bundesverkehrsausschuss übergeben werden.

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