Fehmarn und Großenbrode kooperieren / Land fördert Stabsstelle über Sonderbedarfszuweisung mit 90 Prozent

Regionalmanager bis 2021 gesichert

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Gute Laune im historischen Sitzungssaal des Rathauses in Burg: Die Bürgermeister Jens Reise (l.) und Jörg Weber freuen sich, dass das Regionalmanagement bis Ende 2021 gesichert ist.

FEHMARN - hö - Mehrere Monate war nicht klar, ob es für das bei der Stadt Fehmarn angesiedelte Regionalmanagement Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) eine Anschlussfinanzierung durch das Land geben wird. Nun gibt es sie. Und das über einen fünfjährigen Zeitraum bis Ende 2021. Ausschlaggebend war, dass sich die am stärksten von der FFBQ betroffenen Kommunen Fehmarn und Großenbrode zusammengetan haben und ihre Interessen bündeln.

Gestern präsentierten beide Bürgermeister, Jörg Weber (SPD) für Fehmarn und Jens Reise (CDU) für Großenbrode, den geglückten Coup. „Ich freue mich darauf, das wird gut“, ist Jörg Weber überzeugt. Und auch Jens Reise ist sich sicher, dass die Fortführung des Regionalmanagements und dessen Ausweitung auf Großenbrode von Erfolg gekrönt sein wird.

War die Stelle bislang mit 50 Prozent gefördert worden, ist nach Angaben der Bürgermeister jetzt eine 90-prozentige Förderung der bei der Stadt Fehmarn angedockten Stabsstelle „Feste Fehmarnbelt- und Fehmarnsundquerung“ durch das Land zugesichert worden. Das sind 418000 Euro, die als Sonderbedarfszuweisung deklariert sind. Von den restlichen zehn Prozent trägt die Stadt Fehmarn 75 Prozent, die Gemeinde Großenbrode 25 Prozent. Die A-13-Stelle soll unverzüglich ausgeschrieben werden, sodass die oder der Neue möglicherweise schon im Mai die umfangreiche Tätigkeit aufnehmen kann. Seit dem Wechsel von Regionalmanagerin Dr. Johanna Heitmann ins Bundesverkehrsministerium im Juni des letzten Jahres hatten sich Stadtplanerin Elisabeth Rehnen aus dem Bauamt sowie Bürgermeister Jörg Weber selbst um das Thema FFBQ gekümmert. „Das war keine Dauerlösung“, ist Weber nun froh, ein großes Arbeitsfeld in Kürze abgeben zu können. „Wir versprechen uns Entlastung von der neuen Stabsstelle.“

Neben beratender Tätigkeit von Bürgern, Politik und Verwaltung geht es für den neuen Regionalmanager darum, die Interessen beider Kommunen bei den verschiedenen Planungsprozessen für Fehmarnbelttunnel, Schienenhinterlandanbindung und Fehmarnsundbrücke zu vertreten. Ferner kommt ihm die Aufgabe zu, örtliche Forderungen und Anregungen in die verschiedenen Verfahren und die zahlreichen Gremien, die es mittlerweile gibt, einzubringen.

Für Jens Reise könnte die gemeinsame Stabsstelle auch Ausgangspunkt sein, „die Zusammenarbeit beider Kommunen zu forcieren“. Hinsichtlich der neuen Fehmarnsundquerung habe sich Großenbrode zwar für eine Tunnellösung ausgesprochen, so Reise, doch auch mit einer Brückenlösung könne er sich zufriedengeben, wenn es sich um eine „vernünftige Lösung handelt“. Ziel müsse es auch immer sein, eine Zusammenlegung der Planungen von Straße und Schiene zu erreichen. Das wird aber nur eines der vielen Problemlagen sein, mit denen sich das Regionalmanagement beider Kommunen in den nächsten fünf Jahren zu befassen hat.


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