Umrüstung der „Kronprins Frederik“ in Puttgarden / Umfangreiche Arbeiten

Rettungssysteme angepasst

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Auf beiden Seiten der "Kronprins Frederik" wurde jeweils ein neuer Kran installiert.

Fehmarn – mb – Eine Anpassung der Rettungssysteme auf dem Scandlines-Fährschiff „Kronprins Frederik“ erfolgte am Montag im Fährhafen Puttgarden. Grund für die Anpassung zum jetzigen Zeitpunkt war die mit den anderen Passagierfähren verglichene niedrige Anzahl an Fahrgästen auf dem 152 Meter langen Schiff. „Die Fähre transportiert hauptsächlich Lkw zwischen Puttgarden und Rødby“, verdeutlicht Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen. Die Reederei arbeitete für die Anpassung mit der Firma Viking zusammen, die auf Rettungssysteme für Fähren spezialisiert ist.

Zu den Anpassungen gehörten die Abrüstung der MES-Station (Schiffsevakuierungssystem) inklusive Rettungsinseln und die Installation eines neuen Krans pro Schiffsseite mit neuen Rettungsinseln. Die Umrüstung wurde vom 1. Nautischen Offizier Sebastian Dießner in Zusammenarbeit mit Kapitän Dirk Pevestorff und den Kollegen an Bord organisiert und mit verschiedenen Fremdfirmen durchgeführt.

So war beispielsweise ein riesiger Kran der Firma Rahlf Krane aus Neujellingsdorf im Einsatz, um ausreichend Gewicht für das Vorhaben transportieren zu können.

Insgesamt umfangreich waren die Arbeiten am 1981 in Nakskov vom Stapel gelaufenen Schiff. „Wir mussten die Klassifikationsgesellschaft als Gutachter und den Flaggenstaat in den Prozess einbinden“, berichtet Anette Ustrup Svendsen.

Auch die ausgiebige Planung im Voraus war essenziell: „Die Anpassungen auf der ‚Kronprins Frederik‘ erforderten mehrere Wochen an Vorbereitung. Dort, wo die neuen Kräne aufgesetzt wurden, musste der darunterliegende Bereich des Decks mit Stahl verstärkt werden, sodass Kran und Deck eine Belastung von vier Tonnen aushalten können“, so Anette Ustrup Svendsen.

Verbunden mit den Maßnahmen, waren weitere Arbeiten zu erledigen: Auch die Sicherheitspläne und die Sicherheitsrolle der Fähre seien den neuen Gegebenheiten angepasst worden. „In den Bereichen, in denen Stahlbau getätigt wurde und an den Inseln, die an den Wänden des Fahrbahndecks entlang verlaufen, musste die Isolation in Sachen Brandschutz erneuert werden, damit die Inseln im Falle eines Feuers auch an dieser Position sicher ins Wasser gelangen können“, so die Reederei-Sprecherin.

Zu guter Letzt, nachdem alles installiert wurde, werden abschließende Tests durchgeführt, das Sicherheitsprotokoll (ISM-Manual) wird angepasst, und die Besatzung wird geschult, so Anette Ustrup Svendsen.

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