Geschäftsführer Stephan Pospischil und Verwaltungsleiterin Nicole Finke sind überzeugt, dass der enge Zeitplan von drei Wochen für die Revision eingehalten werden kann.
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Geschäftsführer Stephan Pospischil und Verwaltungsleiterin Nicole Finke sind überzeugt, dass der enge Zeitplan von drei Wochen für die Revision eingehalten werden kann.

Innerhalb von drei Wochen putzen Mitarbeiter das Bad heraus – Wiedereröffnung für 30. Januar geplant

Revision im „FehMare“ konzentriert sich dieses Jahr auf Innengestaltung

FEHMARN - loj - Wer dieser Tage am „FehMare“ vorbei läuft, wundert sich, dass keine Gäste dort sind. Seit dem 11. Januar läuft die jährliche Revision, während der Wartungs-, Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten erledigt werden. Nachdem diese im vergangenen Jahr sehr techniklastig war, liegt der Schwerpunkt dieses Mal auf der räumlichen Gestaltung des Bades.

„Wir wollen ein bisschen frischen Wind hier hereinbringen“, sagt „FehMare“-Geschäftsführer Stephan Pospischil. Dazu gehören neue Auflagen für die Liegen im Sauna- und Wellnessbereich, aber vor allem werden die Wände und Säulen neu gestrichen. Das bisherige Beige weicht gleich mehreren Farben. Welche das sind, soll noch nicht verraten werden. Das gesamte Team des „FehMare“ hat sich lange überlegt, wie das Bad in der kommenden Saison aussehen soll. Die Mitarbeiter sind es auch, die die frische Farbe an die Wände bringen, dafür kommt keine Firma. „Da muss ich meine Mannschaft sehr loben, dass sie so tatkräftig mit anpackt. Das ist nämlich nicht üblich. Es ist toll, dass das alles so klappt“, freut sich der Geschäftsführer.

Des Weiteren stehen wieder spezielle Reinigungsarbeiten an, die während des laufenden Betriebs nicht durchgeführt werden können, weshalb aus sämtlichen Becken das Wasser abgelassen wird. „Alleine das dauert schon mehrere Tage, ebenso wie das Wiederbefüllen und Aufheizen. Die Gäste möchten schließlich in bis zu 30 Grad warmem Wasser schwimmen“, erklärt Stephan Pospischil. Mehrere Tausend Kubikmeter Wasser werden da bewegt. „Da kommen einige Schäden erst zum Vorschein, wenn das Wasser abgelassen ist, weil das Gebäude dadurch ja in Bewegung gerät“, so der Geschäftsführer weiter.

Wasserspeicher von innen reinigen

Die Wasserspeicher im Keller werden ebenfalls komplett entleert, gereinigt und desinfiziert. Dazu müssen die Mitarbeiter mit Scheinwerfern, Stirn- oder Taschenlampen in die riesigen stockfinsteren Tanks klettern und alles von Hand reinigen. Platzangst darf da niemand haben. „Bevor wir das Sichtfenster wieder festschrauben, rufe ich nochmal rein, ob noch jemand drin ist“, scherzt Stephan Pospischil.

Drei Wochen sind für die Revision angesetzt, eine recht knappe Zeitspanne, die aber machbar ist. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass die Handwerker in so kurzer Zeit fertig werden müssen. „Wir haben gute Erfahrungen mit den einzelnen Firmen gemacht, daher sind wir zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können“, ergänzt Nicole Finke, Leiterin der Verwaltung im „Fehmarn“.

Zerbrochene Wand- und Bodenfliesen werden ersetzt, schadhafte Silikonfugen erneuert. So etwas gehört jedes Jahr zu den Standardreparaturen im Bad. Das ist im Schwimmbecken im Altbau schwierig, weil er unter Denkmalschutz steht und daher ganz bestimmte Auflagen erfüllt werden müssen. Glücklicherweise sind hier die Fliesen heil geblieben. Im Nichtschwimmerbereich des Großbeckens werden Stangen eingelassen, an denen zum einen Begrenzungsleinen gespannt werden können, was bisher nicht möglich war. Außerdem kann jetzt ein Volleyballnetz aufgezogen werden. Auch das gehöre dazu, die Ansprüche der Gäste zu erfüllen. Kinder möchten schließlich möglichst umfangreich unterhalten werden.

Wände streichen und Holzbänke schleifen in den Saunen

Während Mitarbeiter wie Rettungsschwimmer Patrick Heinrich die Wände streichen, surren im Saunabereich die Schleifmaschinen. Sämtliche Holzbänke müssen abgeschliffen werden. Auch das gehört zu den regelmäßigen Aufbereitungsarbeiten, die das Team selbst erledigt. „So eine Saunaeinrichtung hat in der Regel eine Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren, dann wird sie komplett erneuert. Wenn man eine Anlage pfleglich behandelt, hält sie auch länger“, legt Stephan Pospischil dar. Im Dampfbad müssen die Drucktaster für die Kaltwasserdusche ausgewechselt werden, obwohl sie noch gar nicht so alt sind. Aber sie funktionieren nicht richtig, was dem Hersteller auch bekannt ist. Daher werden die neuen auch auf Kulanz ausgetauscht. Sie werden allerdings nicht mehr rechtzeitig bis zur Eröffnung nächste Woche eintreffen. Die Sauna- und Wellnesswelt kann trotzdem am Montag (25. Januar) wieder öffnen. „Dann bleibt das Dampfbad halt geschlossen, aber dafür muss nicht der ganze Saunabereich dicht bleiben“, so Pospischil.

40 000 Euro sind für die Revision angesetzt, die eventuell aber gar nicht komplett verbraucht werden, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Dadurch, dass im letzten Jahr mehrere große Instandsetzungen anfielen, lässt sich dieses Jahr wohl etwas einsparen.

Da die Bilanzen für 2015 noch nicht gänzlich vorliegen, kann der Geschäftsführer noch keine definitiven Aussagen zu Defiziten oder Gewinnen treffen. Dennoch ist er überzeugt: „Wir werden besser abschließen als geplant.“ Fest steht, dass mehr als 100 000 Besucher das „FehMare“ im vergangenen Jahr aufgesucht haben. Das sei eine gute Zahl.

Wenn in den nächsten Tagen die Wasseraufbereitungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen gewartet sind, kann das „FehMare“ wie geplant am 30. Januar (Sonnabend) öffnen. Geplant ist ein Tag der offenen Tür, an dem Gäste umsonst das Bad und die Sauna- und Wellnesswelt nutzen können. Massagen, Anwendungen, Speisen und Getränke bleiben allerdings kostenpflichtig, nur der Eintritt entfällt.

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