Camping in Corona-Pandemie
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Drei Klägerinnen wollten drei Monate auf Fehmarn campen. Das Bundesverfassungsgericht lehnte den Eilantrag am Freitag ab.

Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert

Richter lehnen Campingurlaub auf Fehmarn ab

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat einen Eilantrag am Freitag abgewiesen. Drei Klägerinnen wollten drei Monate in einem Wohnwagen auf Fehmarn verbringen.

  • Corona-Verordnung erlaubt nur Dauercamping, wenn die Mietzeit mindenstens fünf Monate beträgt.
  • Richter konnten keine schweren Nachteile erkennen.
  • Dauercampplatz anmieten wäre eine Option.

Fehmarn/Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht hat am Freitag einen Eilantrag dreier Klägerinnen abgewiesen, die drei Monate in einem Wohnwagen auf Fehmarn verbringen wollten. 

Die Corona-Verordnung von Schleswig-Holstein erlaubt nur Dauercamping, die Mietzeit muss dann mindestens fünf Monate betragen.

Die Karlsruher Richter entschieden am Freitag, dass zwar „nicht evident“ sei, inwiefern das Verbot eines mehrmonatigen Aufenthalts auf einem Campingplatz zum Infektionsschutz erforderlich sei. Sie könnten aber nicht erkennen, dass den Klägerinnen derart schwere Nachteile entständen, dass ein Eingreifen per Eilentscheidung gerechtfertigt sei, ehe die Fachgerichte die aufgeworfenen Fragen geklärt hätten (Az. 1 BvQ 39/21).

Die aktuelle Landesverordnung gilt bis einschließlich 11. April. Eine Verlängerung des Verbots würde an ihrer Entscheidung aber nichts ändern, schreiben die Richter. 

Geplante Reise müsse kürzer ausfallen

Die geplante Reise müsse so kürzer ausfallen, eventuell sei sie auch gar nicht möglich. 

Den Klägerinnen bleibe aber die Option, einen Dauercampingplatz zu mieten. Sie hätten außerdem nicht vorgetragen, dass ihre Wohn- und Lebenssituation daheim „durch deutlich beengte Verhältnisse oder ähnliche außergewöhnliche Härten tatsächlich unzumutbar wäre“.  

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