Riffe im Fehmarnbelt
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Das Land hat einen Planänderungsbeschluss hinsichtlich der Riffe nahe der Trasse des geplanten Tunnels erlassen.

17,5 Hektar Ausgleichsfläche

Riffe im Fehmarnbelt: Planänderungsbeschluss erlassen

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Hinsichtlich der Riffe im Fehmarnbelt nahe der geplanten Trasse des Fehmarnbelttunnels hat das Land einen Planänderungsbeschluss erlassen.

  • Landeswirtschaftsminister informierte das Landeskabinett.
  • Neue Riffstrukturen werden angelegt.
  • Startschuss für Bauarbeiten im Bereich der Riffe noch in diesem Jahr.

Kiel/Fehmarn – Das ging schnell. Zehn Monate nach Abweisung der Klagen gegen den Bau des Fehmarnbelttunnels durch das Bundesverwaltungsgericht und vier Monate nach Antragstellung auf Planänderung hat das Land einen Planänderungsbeschluss für das Projekt erlassen. Der wurde nötig, weil streng geschützte Riffstrukturen nahe der künftigen Tunneltrasse in der Umweltverträglichkeitsstudie der Planungsunterlagen übersehen wurden.

Damit haben wir alle Hausaufgaben erledigt, die uns das Gesetz und letztlich auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auferlegt haben

Landeswirtschaftsminister Bernd Buchholz (FPD)

Landeswirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) informierte am Dienstag das Landeskabinett. Damit wurde die Befreiung von den Verboten des gesetzlichen Biotopschutzes für zusätzliche Riffflächen erteilt. Zum Ausgleich werde man neue Riffstrukturen angelegen, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Buchholz: „Damit haben wir alle Hausaufgaben erledigt, die uns das Gesetz und letztlich auch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auferlegt haben.“

Bei den Biotopen handelt es sich um drei Riffflächen im Einflussbereich des Tunnels. Die erste Fläche liegt zwei Kilometer nordöstlich des Fährhafens Puttgarden, westlich der Tunneltrasse. Die zweite beginnt 300 Meter östlich vom Fährhafen und erstreckt sich entlang der gesamten Ostküste Fehmarns.

Dritte Rifffläche liegt etwa 1,6 Kilometer nordöstlich des Fährhafens

Die dritte Rifffläche liegt etwa 1,6 Kilometer nordöstlich des Fährhafens. Die geplanten Kompensationsmaßnahmen grenzen unmittelbar nördlich an das FFH-Gebiet Sagasbank (zwischen Fehmarn und Lübecker Bucht) und erstrecken sich über insgesamt 17,5 Hektar.

Buchholz zeigte sich zudem zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr auf deutscher Seite den Startschuss für die Bauarbeiten im Bereich der Riffe geben könne.

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