Neues Seenotrettungsboot für DGzRS-Station in Puttgarden

Auf „Romy Frank“ getauft

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Auf den Namen „Romy Frank“ wurde am Freitag das jüngste Seenotrettungsboot in der Rostocker Tamsen-Werft getauft. Dienstort wird die DGzRS-Rettungsstation in Puttgarden sein

Rostock/Fehmarn – Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begrüßte am Freitag  bei der Taufe in der Bauwerft Tamsen Maritim in Rostock ihr jüngstes Mitglied der Rettungsflotte: das Seenotrettungsboot „Romy Frank“. Es wird in der DGzRS-Station Puttgarden stationiert sein und die „Emil Zimmermann“ ablösen, die dann in der Nordsee, zur Station Fedderwardersiel, wechseln wird. Das neue Seenotrettungsboot ist eines von 14 Neubauten des gleichen Typs, die alle noch in diesem Jahr ihren Dienst antreten sollen.

Namensgeberin ist Rosemarie Frank, die zusammen mit ihrem Mann Klaus-Dieter bis zu ihrem Tod 2016 Jahrzehnte auf der Ostsee unterwegs war – bevorzugt vom Heimathafen in Burgtiefe aus im Seegebiet nahe der dänischen Insel Bornholm.

Für sein außerordent- liches Engagement sind die Seenotretter Klaus-Dieter Frank sehr dankbar: Gemeinsam mit seiner Frau hatte er die Idee zu einer Stiftung zugunsten der DGzRS, die er nach ihrem Tod gegründet hatte. „Sie versetzte uns in die Lage, den Neubau zu finanzieren“, heißt es aus den Reihen der DGzRS. Der 82-jährige Unternehmer ist seit vielen Jahren regelmäßiger Förderer der Seenotretter, hat bereits zu Lebzeiten seinen Nachlass zugunsten der Seenotretter geregelt. Die bedankten sich bei ihm mit der Namensgebung der jüngsten Rettungseinheit auf seine geliebte Romy: „Sie war bei jedem Wetter und in jeder Situation auf See und an Land meine Partnerin“, sagte Klaus-Dieter Frank.

Ein weiterer emotionaler Moment: Stephanie Frank taufte das Schiff auf den Namen ihrer verstorbenen Mutter. Sie wünschte der Rettungseinheit „allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“. Christian Schmoll, Geschäftsführer der Werft, sprach von der DGzRS als „anspruchsvoller Kunde“, deren Schiffe seien „ganz spezielle Konstruktionen für Grenzbereiche der Seefahrt“. Für die Seenot- retter zu arbeiten, sei eine „große Ehre und eine hohe Verantwortung“.

„Die ‚Romy Frank‘ ist exzellent verarbeitet“

Dass die „Romy Frank“ demnach erste Sahne ist, daran ließen auch die Seenotretter bei der Taufe keinen Zweifel. Wie alle Einheiten der Seenotretter seien die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Bootstyp besitze in Grundsee und Brandung hervorragende See-Eigenschaften, manö- vriert einwandfrei, überstehe heftige Grundstöße und sei in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen. „Die ‚Romy Frank‘ hat trotz stärkerer Motorisierung deutlich geringere Innengeräusche, sie ist exzellent verarbeitet“, sind Vormann Arne Fröse und seine Mannschaft in Puttgarden ausgesprochen zufrieden.

Taufpatin Stephanie Frank berichtete während der Zeremonie auch davon, dass ihre Eltern mehr als fünf Jahrzehnte lang viele Seemeilen unterm Kiel gesammelt hätten. Auf die Seenotretter seien die beiden umsichtigen Segler zum Glück allerdings nie angewiesen gewesen.

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