Spitze der Fehmarnsundbrücke
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Die Sanierungsarbeiten an der Fehmarnsundbrücke sind im Zeitplan.

30 Millionen Euro bis 2024

Sanierung der Fehmarnsundbrücke bleibt im Zeitplan, aber es wird wohl kostspieliger

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Die Fehmarnsundbrücke feiert in zwei Jahren ihren 60. Geburtstag, da muss einiges instand gehalten werden. Die Deutsche Bahn saniert bis 2024 für 30 Millionen Euro, aber es wird wohl kostspieliger.

Fehmarn – Seit den Winterferien 2020 lässt die Deutsche Bahn (DB) an der Fehmarnsundbrücke, deren Eigentümerin sie ist, umfängliche Sanierungsarbeiten durchführen: Schrammborde, Tausch zweier Lager und der 80 Tragseile, Korrosionsschutz des Stahlkörpers, Verstärkung der Endquerträger der Fahrbahn, Sanierung der Betonpfeiler und Erneuerung des Kolkschutzes am Fuße der Pfeiler.

Die Marktpreise haben sich quasi verdoppelt.

Projektleiterin für die Instandsetzung, Grit Kossiedowski

Insgesamt fließen bis 2024 30 Millionen Euro in das Bauwerk, davon mindestens zehn Millionen Euro in diesem Jahr. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr ist an den Kosten beteiligt. Dass es am Ende teurer wird, davon geht die Projektleiterin für die Instandsetzung, Grit Kossiedowski, fest aus. „Die Marktpreise haben sich quasi verdoppelt.“

Unterbrochene Lieferketten und Überraschungen während der Instandsetzungsarbeiten an der Fehmarnsundbrücke

Auch zeitlich sind die Arbeiten eine Herausforderung: unterbrochene Lieferketten und Überraschungen während der Instandsetzungsarbeiten tun ihr Übriges. Dennoch bestätigte Kossiedowski heute (29. Juni) beim Pressetermin: „Am Abschluss der Sanierungsarbeiten in 2024 halten wir fest.“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens lässt sich von der Projektleiterin Grit Kossiedowski die Arbeiten an den Schrammborden erklären.

Eine Aussage, die auch der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein, Ingo Gädechens, vor Ort wohlwollend vernahm. Er lebe seit 1986 auf der Insel und habe natürlich größtes Interesse an einer intakten Fehmarnsundbrücke. Zudem sei er Mitglied im Haushaltsausschuss, wo das Budget für das Bundesverkehrsministerium beraten werde.

Die Frage der zukünftigen Baulast, wenn der Fehmarnsundtunnel den Betrieb aufnimmt und nur noch die langsamen Verkehre (Fußgänger, Radfahrer, Landwirtschaft) die Brücke benutzen, bleibt zunächst weiterhin ungewiss. Gädechens sprach wortwörtlich von einer „schwierigen Entscheidung“, die noch ausstehe.

Konkretes zu den Arbeiten an der Fehmarnsundbrücke in der Mittwochsausgabe des Fehmarnschen Tageblattes oder der Heiligenhafener Post.

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