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Sanierung in Burgtiefe: Spatenstich für zwei neue Spielplätze auf Fehmarn

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Von: Manuel Büchner

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Burgtiefe Sanierung Spielplätze Fehmarn
Spatenstich für die Spielplätze: Tourismuschef Oliver Behncke (v.l.), Staatssekretärin Kristina Herbst, Bürgermeister Jörg Weber, Landschaftsarchitekt Arne Siller und BIG Städtebau-Prokuristin Inga Nagat machten es offiziell. © Manuel Büchner

Im Sanierungsgebiet Burgtiefe auf Fehmarn wird endlich saniert. Der Spatenstich für zwei Themenspielplätze ist der Auftakt für zahlreiche Maßnahme in den nächsten zehn Jahren in Höhe von 36 Millionen Euro.

Fehmarn – Endlich wird saniert im Sanierungsgebiet Burgtiefe. Am Mittwoch fand im Westen der Südstrandpromenade in Burgtiefe der erste Spatenstich für die Umgestaltung zweier Spielplätze statt.

Darauf haben wir lange gewartet.

Jörg Weber, Fehmarns Bürgermeister

„Darauf haben wir lange gewartet“, sagte Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber beim symbolischen Akt. Der Grundstein wurde bereits 2014 gelegt mit der Teilnahme Fehmarns am Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, bevor Ende September 2017 die Politik den Beschluss fasste, Burgtiefe als Sanierungsgebiet festzusetzen. „Das war ein wichtiger Meilenstein“, betonte Weber. Bis etwa 2032 sollen in Burgtiefe 36 Millionen Euro investiert werden. „Wir wollen für Einheimische und Gäste attraktive Aufenthaltsorte schaffen“, so Weber.

Für die ersten beiden Themenspielplätze „Auf hoher See“ und „De Fischer un sine Fru“ werden 805000 Euro Städtebauförderungsmittel verbaut, der östliche Spielplatz und die Boulebahn folgen im Herbst 2023, bevor Ende 2023 die Umgestaltung der Drachenwiese zu einem Sport- und Aktivband beginnen soll. Insgesamt werden in die fünf Plätze 1,5 Millionen Euro investiert, die sich Bund, Land und die Stadt Fehmarn im Drittelmix teilen.

Staatssekretärin lobt Sanierung der Spielplätze

Extra aus Kiel schaute Kristina Herbst (CDU), Staatssekretärin im Innenministerium, am Südstrand vorbei. „Wir sind besonders froh, ein so tolles Projekt mitzufinanzieren“, lobte Herbst vor allem das Einbeziehen der Ideen und Wünsche der Spielplatzbesucher in die Planung. Im Sommer 2019 hatte das Stadtentwicklungsbüro BIG Städtebau aus Kiel, das als Sanierungsträger mit der verfahrensrechtlichen Betreuung und Abwicklung der gesamten Sanierungsmaßnahme in Burgtiefe betraut ist, vor Ort das Gespräch mit den Passanten gesucht. Im November 2019 erfolgte eine weitere, umfangreichere Beteiligung der Öffentlichkeit.

Wir schaffen Bewegungsangebote, die alle mit einschließen und allen ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Kristina Herbst (CDU), Staatssekretärin im Innenministerium

Herbst, deren Großmutter von Fehmarn kommt, und die sich sichtlich freute, auf der Insel zu sein, ist auch Sportstaatssekretärin. „Wir schaffen Bewegungsangebote, die alle mit einschließen und allen ermöglichen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.“ Auch deshalb sei das Vorhaben vorbildlich und „darf gerne Nachahmer finden“. Oder wie es Mathias Kuklik vom zuständigen Planungsbüro Siller passend auf den Punkt brachte: „Bewegung fängt auf dem Spielplatz an.“ Herbst und Kuklik hoben zudem den Inklusionsgedanken hervor. Das sei nicht zur Barrierefreiheit, was Zugang und Spielgeräte beträfen, sondern Menschen zusammenzubringen – egal ob Alt oder Jung.

Die traurige Realität hat uns eingeholt.

Stadtplaner Thomas Berg

Eigentlich sollten die ersten beiden Spielplätze wieder schnellstmöglich in Kindeshand übergeben werden – und für den kleinen Standort, östlich vom Bistro Kussmann, wird dies Ende Mai wohl auch der Fall sein. Der westliche Spielplatz wird aber über die Sommermonate gesperrt bleiben, teilte der verantwortliche Stadtplaner Thomas Berg von der BIG Städtebau mit. Der Grund dafür sind die weltweiten Lieferengpässe für Spielgeräte. „Die traurige Realität hat uns eingeholt“, so Berg, der von einer achtmonatigen Lieferzeit sprach. Alle Beteiligten würden zur Überbrückung mit Hochdruck an alternativen Spielmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung arbeiten. Nichtsdestotrotz blickt Berg positiv in die Zukunft: „Wenn die beiden Spielplätze fertig sind, planen wir auf jeden Fall ein großes Eröffnungsfest.“

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