Dachstuhl St.-Petri: Förderung über Sondermittel / Gädechens setzt sich ein

Sanierung notwendig

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Ortstermin St.-Petri-Kirche: Ingo Gädechens (M.), Pastor Bertolt Kark-Carlson (blaue Jacke), Kirchengemeindemitglieder sowie Architekt und Stadtplaner Mike Woehs (r.) begutachteten den Dachstuhl.

FEHMARN –  Aufgrund der Tatsache, dass in Kürze in Berlin über die Verteilung der Mittel für das Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII entschieden wird, setzt sich der ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU), der als einziges Mitglied aus Schleswig-Holstein dem Haushaltsausschuss angehört, für entsprechende Projekte im Land ein.

In Ostholstein schaute er sich jetzt in diesem Zusammenhang zwei förderungswürdige Projekte an, die auf Unterstützung des Bundes angewiesen sind. Dabei machte Gädechens sich ein Bild über anstehende Sanierungsmaßnahmen. Abseits der geplanten Arbeiten an der St.-Petri-Kirche in Bosau am Plöner See richtete er ein besonderes Augenmerk auf die gleichnamige Kirche in Landkirchen. Dort müssen dringend umfangreiche Arbeiten am Dachstuhl vorgenommen werden.

Gädechens, Pastor Bertolt Kark-Carlson und Kirchengemeinderatsmitglieder sowie der Architekt und Stadtplaner Mike Woehs trafen sich am Mittwoch zu einem Ortstermin in Landkirchen und begutachteten den maroden Dachstuhl. „Es sind unbedingt umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich“, war für den Bundestagsabgeordneten nach der Begehung des Dachstuhls klar. Er versprach, sich für eine Förderung aus Bundesmitteln persönlich einzusetzen. Die Gesamtkosten der Sanierung des Dachstuhls belaufen sich voraussichtlich auf 725000 Euro.

Obwohl Denkmalpflege und Denkmalschutz in erster Linie Aufgaben der Länder sind, ist der Erhalt wichtiger nationaler Kulturdenkmäler von jeher Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes und fällt in die Zuständigkeit der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung, Staatsministerin Monika Grütters (CDU), die direkt der Bundeskanzlerin unterstellt ist. Dabei setzt der Bund im Rahmen verschiedener Programme beträchtliche Mittel für die Rettung und Sanierung gefährdeter Baudenkmäler ein. Dazu gehört auch die St.-Petri-Kirche in Landkirchen.

Fachleute schätzen, dass es in Deutschland rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler gibt, und zwar von Einzeldenkmälern bis zu ganzen historischen Stadtkernen. Rund ein Drittel davon sind gefährdet oder zumindest sanierungsbedürftig. Neben den Bundesländern und den Gemeinden hilft auch der Bund dabei, dieses kulturelle Erbe zu erhalten.

Seit 2007 hat die Bundesregierung neben den sonstigen Denkmalpflegeprogrammen insgesamt neun Denkmalschutz-Sonderprogramme mit insgesamt rund 280 Millionen Euro aufgelegt, durch die der Bund dringende Sanierungsarbeiten an bedeutenden Kulturdenkmälern ermöglicht. Derzeit stehen Gelder aus dem aktuellen Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII zur Verfügung.

Die Bundesbeteiligung kann bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen. Bundesländer, andere Gebietskörperschaften oder auch Dritte beteiligen sich finanziell angemessen an den Maßnahmen.

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